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„Flagge zeigen für Tibet!“ ist eine Kampagne der Tibet Initiative Deutschland. Seit 1996 rufen wir Städte, Gemeinden und Landkreise dazu auf, am 10. März – dem Jahrestag des tibetischen Volksaufstands von 1959 – an ihren Rathäusern die tibetische Flagge zu hissen. Gemeinsam setzen wir damit ein Zeichen der Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung, die seit 1949 von China unterdrückt wird.

30 Jahre Solidarität: Flagge zeigen für Tibet

2026 ist ein besonderes Jahr für die Tibet Initiative Deutschland: Die Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ feiert ihr 30-jähriges Jubiläum. Seit drei Jahrzehnten setzen Städte, Gemeinden und engagierte Menschen in ganz Deutschland ein sichtbares Zeichen für Freiheit, Menschenrechte und den Erhalt der tibetischen Identität.

 

Was 1996 mit 21 Pionierkommunen und viel ehrenamtlichem Einsatz begann, ist heute eine der größten kommunalen Menschenrechtsaktionen in Deutschland. Zu den ersten teilnehmenden Städten und Gemeinden gehörten: Offenburg, Ulm, Langenfeld, Wächtersbach, Ingolstadt, Hagen, Heidelberg, Stuttgart, Lübeck, Landshut, Weimar, Kiel, Wolfegg, Ottobrunn, Hildesheim, Hausen in Bayern, Erfurt, Hannover, Traunstein, Würzburg sowie der Landkreis Starnberg.

 

Heute hissen jährlich über 450 Kommunen die tibetische Flagge öffentlich und setzen damit ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung. So bleibt die Menschenrechtslage in Tibet im gesellschaftlichen und politischen Diskurs präsent.

 

Die jahrzehntelange Solidarität mit Tibet zeigt:

Ausdauer wirkt: Ein dauerhaft getragenes Zeichen der Solidarität stärkt Menschen, deren Rechte eingeschränkt werden, und macht deutlich, dass ihr Anliegen nicht in Vergessenheit gerät.

Kulturelle Identität braucht Schutz: Die Flaggenkampagne erinnert jährlich daran, dass Sprache, Religion und Kultur der tibetischen Bevölkerung bedroht sind – und dass Unterstützung weiterhin notwendig ist.

Kommunen übernehmen Verantwortung: Das Hissen der Flagge im öffentlichen Raum macht Tibet sichtbar und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement auf lokaler Ebene.

 

2026 ist damit mehr als ein Jubiläum: Es ist eine besondere Gelegenheit, gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen – für Tibet, für Menschenrechte und für 30 Jahre solidarisches Engagement in Deutschland.

 

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Warum der 10. März?

Am 10. März erinnern Menschen auf der ganzen Welt an den tibetischen Volksaufstand von 1959, den die chinesische Armee blutig niederschlug. Aus Sorge um den Dalai Lama versammelten sich am 10. März 1959 rund 30.000 Tibeter*innen spontan vor seiner Sommerresidenz außerhalb von Lhasa. Sie wollten verhindern, dass der Dalai Lama eine Einladung zu einer Theatervorstellung im chinesischen Militärlager annimmt, weil sie um seine Sicherheit fürchteten. Indem die Bevölkerung den Norbulinka-Palast umstellte, zwang sie ihn dazu, die Einladung abzusagen.

 

Aus allen Regionen Tibets waren sie gekommen, um ihrer Frustration über die zehnjährige Besatzung ihres Landes Ausdruck zu verleihen. Einige forderten den Abzug der chinesischen Truppen. Am 12. März marschierten 5.000 tibetische Frauen durch Lhasa und forderten die sofortige Unabhängigkeit Tibets. Selbst nachdem der Dalai Lama die Menschen gebeten hatte, die Proteste abzubrechen, weil er um ihre Sicherheit fürchtete, gingen die gewaltfreien Demonstrationen weiter.

 

Die Situation vor dem Norbulinka wurde immer angespannter, chinesische Truppen umstellten die Sommerresidenz und richteten Gewehre und Kanonen auf die Menschen. Am 17. März feuerte die chinesische Armee zwei Granaten auf die Sommerresidenz. Die Menschenmassen blieben trotzdem wie ein Schutzschild vor dem Palast versammelt. In derselben Nacht flüchtete der Dalai Lama als Soldat verkleidet ins indische Exil. Am 21. März begann die chinesische Armee wahllos in die Menschenmenge zu schießen und bombardierte den Sommerpalast, in dem sie den Dalai Lama weiterhin vermutete. Tausende Menschen starben bei diesem Massaker, die Mehrheit der Überlebenden wurde festgenommen. Zwischen März 1959 und September 1960 tötete das chinesische Militär mehr als 80.000 Tibeter*innen, mindestens 25.000 verschwanden hinter Gittern.

 

Der 10. März ist bis heute ein Gedenk- und Aktionstag, an dem Tibeter*innen und Unterstützer*innen weltweit auf die noch immer herrschende Unterdrückung aufmerksam machen. Es finden jährlich Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen und Aktionen wie „Flagge zeigen für Tibet“ statt.

 

Auch in Tibet ruft dieser Tag immer noch gewaltfreie Proteste hervor. In den Jahren 1989 und 2008 wurden am 10. März große Aufstände von den chinesischen Behörden gewaltsam niedergeschlagen. Die chinesische Diktatur verhängt jedes Jahr im März ein Einreiseverbot für Tourist*innen und Journalist*innen und verstärkt ihre Militärpräsenz in Tibet.

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30 Jahre Solidarität: Starke Stimmen der Unterstützung

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Diese Kommunen hissen am 10. März 2026 die tibetische Flagge:

RÜCKBLICK: FLAGGENAKTION 2025

Mindestens 410 Städte, Gemeinden und Landkreise haben 2025 Flagge gezeigt für Tibet. In Berlin gab es eine Demonstration. Alle Bilder finden Sie hier.

 

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