
Die kommunistische Partei Chinas (KPCh) verfolgt eine Politik der systematischen Sinisierung, die religiöse und kulturelle Freiheiten zerstört, Familien trennt und die tibetische Identität auslöscht.
Zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2025, ruft die Tibet Initiative Deutschland gemeinsam mit acht zivilgesellschaftlichen Organisationen, um 11 Uhr vor der chinesischen Botschaft in Berlin dazu auf, ein starkes Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen in Tibet, Ostturkestan, Hongkong und China zu setzen. Die Demonstration richtet sich gegen politische Unterdrückung, die Zerstörung kultureller Identität sowie gegen die transnationale Repression, von der auch in Deutschland lebende Tibeter*innen und Dissident*innen betroffen sind.
Tenzyn Zöchbauer, Geschäftsführerin der Tibet initiative Deutschland, warnt:
„Die repressive Menschenrechtspolitik der KPCh reicht von Tibet bis nach Deutschland. Überwachung, Einschüchterung und gezielte Bedrohungen von Dissident*innen durch die chinesische Regierung setzen Chinas Menschenrechtsverletzungen auf deutschem Boden fort. Am Internationalen Tag der Menschenrechte machen wir auf die Machenschaften der KPCh aufmerksam, die konkrete Folgen für Tibeter*innen im Exil haben und eine ernsthafte Bedrohung für die Demokratie in Deutschland darstellen.“
Die Tibet Initiative befasst sich seit über zwei Jahren intensiv mit dem Thema transnationale Repression und deren weitreichenden Folgen – darunter das systematische Einschüchtern und Verstummen von Widerstandsbewegungen und Aktivismus im Exil. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auch auf dem Schutz der Betroffenen, die häufig hilflos der massiven Bedrohung ausgesetzt sind. In diesem Zusammenhang wurde zudem die ‚Koalition gegen transnationale Repression in Deutschland‘ gegründet.
Angesichts dieser Entwicklungen ist es umso besorgniserregender, dass die aktuelle Chinareise von Außenminister Johann Wadephul erneut von wirtschaftlichen Prioritäten – insbesondere rund um seltene Erden – geprägt ist. Eine Politik, die wirtschaftliche Kooperation von der Menschenrechtslage trennt, verkennt die Realität der chinesischen Staatsmacht. Am Beispiel Tibets wird deutlich, dass repressive Strukturen der KPCh fest in staatlichem Handeln verankert sind und nicht losgelöst von wirtschaftlichen Interessen betrachtet werden können.
Fototermin und Möglichkeit für Interviews:
Uhrzeit: 11:00 – 13:00 Uhr
Treffpunkt: Chinesische Botschaft
Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin
Pressekontakt: + 49 30 420 815 34 | presse@tibet-initiative.de
Last modified: 22. Dezember 2025