Pressemitteilung
Berlin, 31.07.2026

Einen Monat nach der Selbstverbrennung des tibetischen Aktivisten Lobga Rangzen vor dem UN-Hauptquartier in New York ruft die Tibet Initiative Deutschland zu einer Solidaritätsdemonstration am 2. August 2026, in Berlin auf. Gemeinsam mit Teilnehmenden aus ganz Deutschland soll an ihn und die über 160 Tibeterinnen und Tibeter erinnert werden, die sich seit 2009 aus Protest gegen die chinesische Besatzung selbst verbrannt haben.
Zum Auftakt der Demonstration findet eine Fotoaktion vor dem Bundeskanzleramt statt. Die Teilnehmenden halten die gemalten Porträts der über 160 Selbstverbrennungsopfer in den Händen – darunter erstmals auch das Porträt von Lobga Rangzen. Die Porträts stammen vom Künstler Pau Nubiola, der ebenfalls vor Ort sein wird und für Interviews zur Verfügung steht.
Anschließend führt eine Fahrraddemonstration zur Chinesischen Botschaft am Märkischen Ufer. Dort findet eine Kundgebung mit Redebeiträgen, Musik und Gebeten statt. Unter anderem wird der tibetische Musiker und Menschenrechtsaktivist Loten Namling auftreten.
Programm am 2. August 2026
12:30 Uhr – Fotoaktion mit den Porträts der Selbstverbrennungsopfer vor dem Bundeskanzleramt
13:30 Uhr – Fahrraddemonstration durch Berlin
14:00 Uhr – Kundgebung vor der Chinesischen Botschaft
Tenzyn Zöchbauer, Geschäftsführerin der Tibet Initiative Deutschland:
„Lobga Rangzen starb für Tibet. Sein letzter Protest richtete sich gegen Chinas neues Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit – ein Gesetz, das die Auslöschung der tibetischen Identität weiter vorantreibt. Über 160 Tibeterinnen und Tibeter haben sich seit 2009 selbst verbrannt, um die Welt wachzurütteln. Deutschland darf dazu nicht länger schweigen. Wir fordern die Bundesregierung auf, Chinas Politik in Tibet klar zu verurteilen und sich entschieden gegen das sogenannte Ethnische Einheitsgesetz zu stellen.“
Pau Nubiola, Künstler des Projekts Flames in the Silence:
„Jedes Porträt erzählt die Geschichte eines Menschen, der alles gegeben hat, damit Tibet nicht vergessen wird. Gemeinsam machen diese Bilder sichtbar, was Zahlen allein niemals ausdrücken können: den Preis, den Menschen für Freiheit und Würde zahlen mussten.“
Loten Namling, Musiker und Menschenrechtsaktivist
„Lobga Rangzen war nicht nur ein Aktivist – er war mein Freund. Sein Tod verpflichtet uns, seinen Kampf fortzusetzen. Wir werden unsere Stimmen erheben, unsere Lieder singen und nicht schweigen, solange Tibet besetzt ist. Die chinesische Regierung muss endlich für ihre Menschenrechtsverbrechen in Tibet zur Rechenschaft gezogen werden.“
Mehr Informationen:
Für Rückfragen und Interviewanfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Kontakt: +49 30 420 815 35 | zoechbauer@tibet-initiative.de
Last modified: 31. Juli 2026