18. März 2010 Phayul.com (engl.)

Verhaftungen nach Protesten

Aus den Städten Hezou und Machu, Provinz Gansu, wird nach den Protesten der letzten Tage von Verhaftungen und starker Präsenz von Militärpolizei berichtet.  Mehr...

18. März 2010 Reuters

Neue Proteste in Tibet

Im Westen Chinas gehen tibetische Studenten nach Angaben von Einwohnern wieder auf die Straße. In mindestens zwei Städten habe es Demonstrationen gegen die chinesische Vorherrschaft in Tibet gegeben. Mehr...

15. März 2010 Neue Zürcher Zeitung

Bundesrat lehnt Treffen mit dem Dalai Lama ab

Bei seinem nächsten Besuch in der Schweiz soll der Dalai Lama nicht mit dem Bundesrat zusammentreffen. Das hat Aussenministerin Calmy-Rey klargestellt. Mehr...

Die Lage in Tibet

Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa
Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa

Tibet ist seit 1949 von der Volksrepublik China besetzt. Seither herrschen in Tibet Willkür, Folter, politische und kulturelle Unterdrückung. Die chinesischen Machthaber zerstörten durch rücksichtslose Zwangskollektivierung die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. Sie vernichteten über 6000 Tempel, historische Bauten und Klöster, die die Zentren der tibetischen Kultur, Religion und Geschichte darstellten.

Über 1,2 Millionen Tibeter verloren infolge der chinesischen Militärherrschaft ihr Leben. Die Ursachen für das Massensterben: Hunger, Folter, Hinrichtungen, Selbstmord und die harten Bedingungen in Arbeitslagern und Gefängnissen. Die Tibeter werden durch die Massenansiedlung von Chinesen in Tibet systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt, die traditionelle Lebensweise wird durch die Zwangsumsiedlung von Nomaden weiterhin gezielt verhindert.

Die Fortführung dieser unmenschlichen Politik wird die Tibeter in naher Zukunft zu einer unbedeutenden Minderheit im eigenen Land machen und zum vollkommenen Verlust ihrer Identität und Kultur führen. Die vielgerühmte wirtschaftliche Entwicklung Tibets sowie die Investitionen in die Infrastruktur kommen fast ausschließlich den chinesischen Siedlern zugute.

Seit März 2008, als erneut landesweite Proteste der Tibeter brutal niedergeschlagen wurden und die Weltöffentlichkeit erschütterten, hat die Unterdrückung und Überwachung der Tibeter nochmals massiv zugenommen. Für die Teilnahme an Demonstrationen, für freie Meinungsäußerung, aber auch aus reiner Willkür wurden Tausende festgenommen, gefoltert und zu hohen Haftstrafen verurteilt oder wurden Opfer des Verschwindenlassens.