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Schweres Erdbeben in Tibet: Wir gedenken der Opfer

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27. Oktober 2026

Am Donnerstagabend, dem 22. Oktober 2026, erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,0 den Kreis Drachen (chinesisch: Baqing) in der Präfektur Nagchu in Tibet.

Nach bisherigen Angaben chinesischer Behörden kamen mindestens 16 Menschen ums Leben, 76 weitere wurden verletzt. Die tibetische Exilregierung (Central Tibetan Administration, CTA) berichtet unter Berufung auf lokale Quellen jedoch von mindestens 20 Todesopfern und schweren Zerstörungen in Zasip (རྫ་སྲིབ།), Marru (དམར་རུ།) und Gangchen (གངས་ཅན།). Das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe ist weiterhin unklar.

Besonders besorgniserregend sind Berichte der tibetischen Exilregierung, wonach tibetische Freiwillige daran gehindert werden, in die betroffenen Gebiete zu reisen und humanitäre Hilfe zu leisten. Angesichts der bevorstehenden Wintermonate sind schnelle Rettungsmaßnahmen, medizinische Versorgung und sichere Unterkünfte dringend notwendig.

Erst im August 2026 forderte eine verheerende Sturzflut in der Grenzregion zwischen Tibet und Nepal zahlreiche Menschenleben. Im Januar 2025 erschütterte ein schweres Erdbeben die Region Shigatse. Die erneute Katastrophe verdeutlicht die Verwundbarkeit der Menschen in Tibets sensibler Hochgebirgsregion.

Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die von dieser Katastrophe betroffen sind. Wir trauern um die Verstorbenen und sprechen ihren Familien und Angehörigen unser tief empfundenes Mitgefühl aus.

In diesen schweren Stunden stehen wir in Solidarität mit den Menschen in Tibet.

Stand: 23. Oktober 2026. Die Opferzahlen beruhen auf bisherigen Angaben chinesischer Behörden sowie Berichten der tibetischen Exilregierung und können sich noch verändern.

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Last modified: 27. Oktober 2026

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