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Druck von China: Tibet-Solidarität in deutschen Kommunen soll verschwinden

Pressemitteilungen • Startseite

18. Mai 2026

Pressemitteilung
Berlin, 18.05.2026

Mehrere bayerische Gemeinden haben in den vergangenen Monaten im Rahmen ihrer Teilnahme an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ ein Schreiben vom Generalkonsul der Volksrepublik China in München erhalten. Darin werden die Bürgermeister*innen aufgefordert, ihre Beteiligung an der Aktion zu überdenken und sich von einer Zusammenarbeit mit der Tibet Initiative Deutschland zu distanzieren. 

Die Tibet Initiative Deutschland weist diese Versuche politischer Einflussnahme entschieden zurück. Die Schreiben zielen darauf ab, unsere Arbeit zu diskreditieren und Desinformation zur aktuellen Lage in Tibet zu verbreiten. 

Geschäftsführerin Tenzyn Zöchbauer erklärt dazu: 

„Die chinesische Regierung versucht seit Jahren, unsere Kampagne ‚Flagge zeigen für Tibet‘ zu untergraben. Die breite Beteiligung von über 400 Kommunen zeigt, dass Tibet weiterhin internationale Aufmerksamkeit erhält und genau das soll verhindert werden. Wenn Städte unter Druck gesetzt werden, kein Zeichen für Menschenrechte zu setzen, ist das ein inakzeptabler Eingriff in die Meinungsfreiheit und die kommunale Selbstbestimmung in Deutschland.“

In den der Tibet Initiative Deutschland vorliegen Schreiben wird der Verein als „anti-chinesische und separatistische Organisation“ bezeichnet, die sich für die „Unabhängigkeit von Xizang/Tibet“ einsetze. Das Hissen der tibetischen Flagge wird darin als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dargestellt, die die „freundliche Zusammenarbeit“ zwischen China und Bayern sowie den teilnehmenden Städte beinträchtigen könne. 

Zöchbauer weiter:

„Wir erleben immer wieder, dass die chinesische Regierung auch in Deutschland versucht, Druck auf politische Akteure und kritische Stimmen auszuüben. Wenn unser Engagement für Menschenrechte in Tibet als ‚separatistisch‘ diffamiert wird, dient das dazu, legitime Kritik gezielt zu delegitimieren. Auch die Verwendung des Begriffs ‚Xizang‘ ist dabei kein Zufall, sondern Teil einer gezielten politischen Strategie,Tibet aus dem öffentlichen Sprachgebrauch zu verdrängen.“

Seit 1996 ruft die Tibet Initiative Deutschland jährlich am 10. März, dem Jahrestag des tibetischen Volksaufstands von 1959, Kommunen dazu auf, Flagge für Tibet zu zeigen. Neben Deutschland beteiligen sich unter anderem auch Tschechien, Frankreich, Italien und die Schweiz an der Aktion. Mit jährlich über 400 teilnehmenden Kommunen gehört Deutschland, nach Tschechien, zu den engagiertesten Ländern. Gleichzeitig erschweren bestehende Städtepartnerschaften und Formen subnationaler Diplomatie Chinas zunehmend die öffentliche Unterstützung.

Zöchbauer abschließend:

„Wir ermutigen Städte, Gemeinden und Landkreise, sich von solchen Schreiben nicht verunsichern zu lassen und weiterhin ein klares Zeichen der Solidarität zu setzen. ‚Flagge zeigen für Tibet‘ ist in den vergangenen 30 Jahren zu einer der größten kommunalen Menschenrechtsaktionen in Deutschland geworden und ein wichtiges Signal der Unterstützung für die tibetische Bevölkerung und ihren gewaltlosen Einsatz für Selbstbestimmung und Menschenrechte. Gerade vor dem Hintergrund zunehmenden politischen Drucks verdient dieses Engagement großen Respekt. Wir wissen, dass die Aktion selbst in Tibet wahrgenommen wird, wo die Flagge strengstens verboten ist – umso bedeutender ist jede einzelne, die am 10. März in Deutschland weht.“

Für Rückfragen und Interviewanfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Pressekontakt: +49 30 420 815 34 | politik@tibet-initiative.de 
Weitere Informationen: www.tibet-flagge.de

Seit 1989 setzt sich die Tibet Initiative Deutschland e.V. für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter sowie für die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Der Verein ist mit rund 1.500 Mitgliedern und über 50 Regionalgruppen deutschlandweit aktiv.

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Last modified: 17. Mai 2026

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PRESSEKONTAKT

  • Auxilia Phung

    Pressesprecherin

    030 420 815 34
    presse@tibet-initiative.de

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