
Zum 67. Jahrestag des tibetischen Volksaufstands von 1959 in Lhasa, setzen Städte und Gemeinden in ganz Deutschland ein Zeichen für Menschenrechte: Über 400 Kommunen hissen am 10. März die tibetische Flagge. In diesem Jahr hat die Aktion eine besondere Bedeutung – die Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ feiert ihr 30-jähriges Bestehen.
Die Tibet Initiative Deutschland lädt zu folgenden Bildterminen ein:
Bildtermin Potsdam – Tibet-Flaggenhissung
Rathaus Potsdam (Friedrich-Ebert-Straße 79, 14469 Potsdam), um 10:00 Uhr
Teilnehmende Sprecherinnen:
- Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Stadt Potsdam
- Thinley Chukki, Repräsentantin Seiner Heiligkeit des 14. Dalai Lama für Nordeuropa (Genf)
- Tenzyn Zöchbauer, Geschäftsführerin der Tibet Initiative Deutschland
Die Flaggenhissung ist Teil einer bundesweiten Solidaritätsaktion mit der tibetischen Bevölkerung und macht auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet aufmerksam.
Blidtermin Demonstration in Berlin
Am Nachmittag findet zudem eine lautstarke Demonstration von tibetischer Aktivist*innen sowie Unterstützer*innen in Berlin statt.
- 14:00 Uhr – Start am Alexanderplatz
- ca. 15:00 Uhr – Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt
- ca. 16:00 Uhr – Chinesischen Botschaft (Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin)
Der Protestmarsch wird vom Verein der Tibeter in Deutschland und der Tibet Initiative Deutschland organisiert.
Tenzyn Zöchbauer, Geschäftsführerin der Tibet Initiative Deutschland:
„Die Kampagne ,Flagge zeigen für Tibet‘ ist weit mehr als eine symbolische Geste. Sie steht für klare Solidarität mit den Menschen in Tibet und für das Bekenntnis, Menschenrechtsverletzungen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Für Tibeterinnen und Tibeter weltweit ist das Hissen ihrer Flagge ein wichtiges Zeichen der Ermutigung. Dass sich die Aktion seit ihrem Beginn 1996 mit 21 engagierten Kommunen zu einer der größten kommunalen Menschenrechtsaktionen Deutschlands entwickelt hat, sendet auch ein starkes Signal an die chinesische Regierung.“
Thinley Chukki, Repräsentantin Seiner Heiligkeit des 14. Dalai Lama:
„Der 10. März ist für Tibeterinnen und Tibeter ein Tag des Gedenkens. Er würdigt den Mut derjenigen, die sich 1959 erhoben haben, bekräftigt unser Bekenntnis zu Wahrheit und Gewaltlosigkeit und erinnert zugleich daran, dass die Tibet-Frage weiterhin ein ungelöster internationaler Konflikt ist. Während wir uns zur Demonstration in Berlin versammeln und in ganz Deutschland die tibetische Flagge hissen, rufen wir die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich erneut für eine friedliche Lösung durch Dialog einzusetzen, die die Rechte, die Kultur und die Identität des tibetischen Volkes schützt.“
Hintergrund:
Am 10. März 1959 erhoben sich tausende Tibeter*innen in Lhasa gegen die chinesische Besatzung. Der Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen. Der Jahrestag gilt bis heute als wichtigster politischer Gedenktag der tibetischen Gemeinschaft weltweit.
Seit 1989 setzt sich die Tibet Initiative Deutschland e.V. für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter*innen sowie für die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Der Verein ist mit rund 1.500 Mitgliedern und über 50 Regionalgruppen deutschlandweit aktiv.
1996 wurde die Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ ins Leben gerufen. Was einst mit großem ehrenamtlichem Engagement begann, ist heute eine der größten kommunalen Menschenrechtsaktionen in Deutschland. Von den 21 Pionierstädten der ersten Stunde beteiligen sich in diesem Jahr noch Offenburg, Ulm, Langenfeld, Wächtersbach, Hagen, Heidelberg und Stuttgart. Inzwischen haben sich hunderte weitere Städte und Gemeinden der Aktion angeschlossen.
Weitere Informationen: www.tibet-flagge.de
Übersicht der teilnehmenden Kommunen
Pressekontakt: + 49 30 420 815 34 | presse@tibet-initiative.de
Last modified: 9. März 2026