

Name: Jigme Guri (Jigme Gyatso; Labrang Jigme)
Alter: Mitte 40
Verhaftet: 20. August 2011
Anklage: „separatistische Aktivitäten“/ “Separatismus“ /
Haftstrafe: 5 Jahre
Gefängnis: Da Xia Ping Gefängnis in Lanzhou
Freilassung: 26.10.2016
Der hochangesehene buddhistische Lehrer Jigme Guri war im August 2011 verhaftet und Ende 2014 wegen seines politischen Einsatzes zu fünf Jahren Haft wegen angeblicher Spionage verurteilt worden.
Seine Familie hatte Anwälte für seine Verteidigung engagiert, denen es jedoch nicht gestattet wurde, Jigme Guri zu vertreten. Der Vorwurf des „Separatismus“ kommt häufig bei Tibetern zum Einsatz, die sich in ihrer Gemeinschaft für ihre nationale tibetische Kultur und Identität stark machen und sich gegen die chinesische Autorität auflehnen.
In Haft wurde Jigme Guri schwer misshandelt. Seiner Familie wurde keine Möglichkeit gegeben, ihn im Gefängnis zu besuchen. Anfang März 2016 wurde er in ein Krankenhaus in Lanzhou in Gansu eingeliefert.
Nach fünf Jahren Haft ist Jigme Guri am 26.10.2016 aus dem Gefängnis entlassen worden. Er wurde von der chinesischen Polizei zu dem Haus seiner Mutter eskortiert. Zwei Monate später wurde er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus in Sangchu, Kanlho, eingeliefert.
Gemeinsam mit dem ehemaligen politischen Gefangenen Golog Jigme haben wir am 15. Februar 2016 6.700 Unterschriften an den damaligen Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer (SPD), für die Freilassung von Jigme Guri und Khenpo Kartse übergeben.