
Anlässlich des 77. Jahrestages der Gründung der Volksrepublik China am 1. Oktober richten die Tibet Initiative Deutschland e. V., der Weltkongress der Uiguren und Freiheit für Hongkong e. V. einen gemeinsamen offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesaußenminister Johann Wadephul sowie die Mitglieder der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages. Darin machen die Organisationen auf die zunehmende Einschränkung von Sprache, Kultur, Religion und gesellschaftlichen Freiräumen in Tibet, Ostturkistan und Hongkong aufmerksam. Besondere Sorge bereitet das im Juli in Kraft getretene sogenannte „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“ sowie dessen Bestimmungen, die auch Handlungen von Menschen und Organisationen außerhalb Chinas erfassen.
Tenzyn Zöchbauer, Geschäftsführerin der Tibet Initiative Deutschland:
„Während die chinesische Regierung am 1. Oktober nationale Einheit und Stärke inszeniert, zeigen wir die Realität, die sie verbergen will: Tibeter*innen, Uigur*innen und Hongkonger*innen werden unter der Herrschaft der Kommunistischen Partei unterdrückt, ihrer grundlegenden Freiheiten beraubt und selbst über Chinas Grenzen hinaus verfolgt. Wir werden ihre Stimmen immer wieder hörbar machen, diese Menschenrechtsverletzungen öffentlich benennen und nicht aufhören, Rechenschaft zu fordern. Auch die Bundesregierung muss gegenüber der Volksrepublik China klar und konsequent für ihre Rechte eintreten.“
Vertreter*innen der beteiligten Organisationen stehen für Rückfragen und Interviews gerne zur Verfügung.
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Last modified: 30. September 2026