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23. Mai 2017 Stern.de

Chef von Menschenrechtsausschuss: Gabriel muss in China "Finger in Wunde legen"

Der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Michael Brand (CDU), hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) aufgefordert, bei seiner China-Reise Grundrechtsverletzungen offensiver anzusprechen. Mehr...

19. Mai 2017 RFA (Engl.)

22-jähriger Tibeter verbrennt sich selbst

Der 22 Jahre alte Tibeter Jamyang Losal hat sich am 19. Mai um 5 Uhr Ortszeit in Kangtsa in Qinghai selbst verbrannt und ist an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Es ist die vierte Selbstverbrennung in 2017. Seit Februar 2009 haben sich insgesamt 150 Tibeter/innen aus Protest gegen die... Mehr...

8. Mai 2017 RFA (Engl.)

16 Jahre alter Tibeter verbrennt sich selbst

Der erst 16 Jahre alte Tibeter Chagdor Kyab hat sich am 2. Mai in Bora, Amdo selbst verbrannt. Er forderte die Rückkehr des Dalai Lama und Freiheit für Tibet. Ob er noch lebt, ist derzeit unklar.  Mehr...

Die Lage in Tibet

Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa
Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa

Tibet ist seit 1949 von der Volksrepublik China besetzt. Seither herrschen in Tibet Willkür, Folter, politische und kulturelle Unterdrückung. Die chinesischen Machthaber zerstörten durch rücksichtslose Zwangskollektivierung die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. Sie vernichteten über 6000 Tempel, historische Bauten und Klöster, die die Zentren der tibetischen Kultur, Religion und Geschichte darstellten.

Tibeter sterben und verlieren ihre Lebensgrundlage

Über 1,2 Millionen Tibeter verloren infolge der chinesischen Militärherrschaft ihr Leben. Die Ursachen für das Massensterben: Hunger, Folter, Hinrichtungen, Selbstmord und die harten Bedingungen in Arbeitslagern und Gefängnissen. Die Tibeter werden durch die Massenansiedlung von Chinesen in Tibet systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt, die traditionelle Lebensweise wird durch die Zwangsumsiedlung von Nomaden weiterhin gezielt verhindert.

Die Fortführung dieser unmenschlichen Politik wird die Tibeter in naher Zukunft zu einer unbedeutenden Minderheit im eigenen Land machen und zum vollkommenen Verlust ihrer Identität und Kultur führen. Die vielgerühmte wirtschaftliche Entwicklung Tibets sowie die Investitionen in die Infrastruktur kommen fast ausschließlich den chinesischen Siedlern zugute.

Proteste, willkürliche Verhaftungen und alltägliche Gewalt

Seit März 2008, als erneut landesweite Proteste der Tibeter brutal niedergeschlagen wurden und die Weltöffentlichkeit erschütterten, hat die Unterdrückung und Überwachung der Tibeter nochmals massiv zugenommen. Für die Teilnahme an Demonstrationen, für freie Meinungsäußerung, aber auch aus reiner Willkür wurden Tausende festgenommen, gefoltert und zu hohen Haftstrafen verurteilt oder wurden Opfer des Verschwindenlassens.

Neben den täglichen Berichten von Verhaftungen und Folter schockiert seit März 2009 vor allem die steigende Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet. Besonders junge Tibeter protestieren auf diese Weise verstärkt gegen die chinesische Unterdrückungspolitik.