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19. Juli 2017 RFA (Engl.)

Tibeter gezwungen mit chinesischer Flagge Parade zu feiern

Tibeter aus Gansu wurden bei der Eröffnung ihres dreitägigen Sommerfests zur Picknick-Saison in Tseo am 17. Juli gezwungen, ihre Parade mit chinesischer Flagge zu begehen. Chinesische Behörden warnten vor schwerwiegenden Konsequenzen, falls sie die Anweisungen missachten.  Mehr...

17. Juli 2017 Süddeutsche Zeitung

China weist Kritik im Fall Liu Xiaobo zurück

Nach Liu Xiaobos Tod fordert China andere Regierungen dazu auf, sich "nicht in die inneren Angelegenheiten" der Volksrepublik einzumischen. In China selbst ignorieren die Staatsmedien seinen Tod größtenteils und in den sozialen Medien wird sein Name unterdrückt. Mehr...

14. Juli 2017 Phayul (Engl.)

Tibetischer Jugendlicher (19) aus Varanasi verbrennt sich aus Protest

Der junge tibetische Student Tenzin Choeying verbrannte sich am 14. Juli an der tibetischen Universität in Varanasi aus Protest gegen die chinesische Besatzung Tibets. Sein Zustand ist kritisch und er befindet sich zurzeit im Krankenhaus. Mehr...

Die Lage in Tibet

Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa
Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa

Tibet ist seit 1949 von der Volksrepublik China besetzt. Seither herrschen in Tibet Willkür, Folter, politische und kulturelle Unterdrückung. Die chinesischen Machthaber zerstörten durch rücksichtslose Zwangskollektivierung die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. Sie vernichteten über 6000 Tempel, historische Bauten und Klöster, die die Zentren der tibetischen Kultur, Religion und Geschichte darstellten.

Tibeter sterben und verlieren ihre Lebensgrundlage

Über 1,2 Millionen Tibeter verloren infolge der chinesischen Militärherrschaft ihr Leben. Die Ursachen für das Massensterben: Hunger, Folter, Hinrichtungen, Selbstmord und die harten Bedingungen in Arbeitslagern und Gefängnissen. Die Tibeter werden durch die Massenansiedlung von Chinesen in Tibet systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt, die traditionelle Lebensweise wird durch die Zwangsumsiedlung von Nomaden weiterhin gezielt verhindert.

Die Fortführung dieser unmenschlichen Politik wird die Tibeter in naher Zukunft zu einer unbedeutenden Minderheit im eigenen Land machen und zum vollkommenen Verlust ihrer Identität und Kultur führen. Die vielgerühmte wirtschaftliche Entwicklung Tibets sowie die Investitionen in die Infrastruktur kommen fast ausschließlich den chinesischen Siedlern zugute.

Proteste, willkürliche Verhaftungen und alltägliche Gewalt

Seit März 2008, als erneut landesweite Proteste der Tibeter brutal niedergeschlagen wurden und die Weltöffentlichkeit erschütterten, hat die Unterdrückung und Überwachung der Tibeter nochmals massiv zugenommen. Für die Teilnahme an Demonstrationen, für freie Meinungsäußerung, aber auch aus reiner Willkür wurden Tausende festgenommen, gefoltert und zu hohen Haftstrafen verurteilt oder wurden Opfer des Verschwindenlassens.

Neben den täglichen Berichten von Verhaftungen und Folter schockiert seit März 2009 vor allem die steigende Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet. Besonders junge Tibeter protestieren auf diese Weise verstärkt gegen die chinesische Unterdrückungspolitik.