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24. Februar 2017 TCHRD (Engl.)

TCHRD stellt Bericht zur Menschenrechtslage in Tibet 2016 vor

Das Tibetan Center for Human Rights an Democracy (TCHRD) hat heute in Dharamsala seinen Jahresbericht 2016 zur Menschenrechtslage in Tibet vorgestellt. Der Report hebt die Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit als besonders eingeschränkte Rechte hervor.  Mehr...

23. Februar 2017 Deutschlandradio Kultur

Chinas Kontrolle über Medien steigt

Der chinesische Staatsspräsident Xi Jinping hat während des letzten Jahres die Pressegesetze in China maßgeblich verschärft. Alle Medienberichte unterliegen erstmals auch offiziellen Richtlinien und müssen im Sinne des Staates den Parteilinien untergeordnet werden.  Mehr...

20. Februar 2017 RFA (Engl.)

Tibeter nach fast fünf Jahren aus der Haft entlassen

Der Tibeter Sherphel aus Serthar, ist am 25. November 2016 nach vier Jahren und zehn Monaten aus dem Gefängnis in Sichuan entlassen worden, wie erst jetzt bekannt wurde. Er war 2012 beschuldigt worden, im Zusammenhang mit Selbstverbrennungen zu stehen und wurde daraufhin verurteilt.  Mehr...

Die Lage in Tibet

Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa
Bewaffnete Volkspolizei in Lhasa

Tibet ist seit 1949 von der Volksrepublik China besetzt. Seither herrschen in Tibet Willkür, Folter, politische und kulturelle Unterdrückung. Die chinesischen Machthaber zerstörten durch rücksichtslose Zwangskollektivierung die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. Sie vernichteten über 6000 Tempel, historische Bauten und Klöster, die die Zentren der tibetischen Kultur, Religion und Geschichte darstellten.

Tibeter sterben und verlieren ihre Lebensgrundlage

Über 1,2 Millionen Tibeter verloren infolge der chinesischen Militärherrschaft ihr Leben. Die Ursachen für das Massensterben: Hunger, Folter, Hinrichtungen, Selbstmord und die harten Bedingungen in Arbeitslagern und Gefängnissen. Die Tibeter werden durch die Massenansiedlung von Chinesen in Tibet systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt, die traditionelle Lebensweise wird durch die Zwangsumsiedlung von Nomaden weiterhin gezielt verhindert.

Die Fortführung dieser unmenschlichen Politik wird die Tibeter in naher Zukunft zu einer unbedeutenden Minderheit im eigenen Land machen und zum vollkommenen Verlust ihrer Identität und Kultur führen. Die vielgerühmte wirtschaftliche Entwicklung Tibets sowie die Investitionen in die Infrastruktur kommen fast ausschließlich den chinesischen Siedlern zugute.

Proteste, willkürliche Verhaftungen und alltägliche Gewalt

Seit März 2008, als erneut landesweite Proteste der Tibeter brutal niedergeschlagen wurden und die Weltöffentlichkeit erschütterten, hat die Unterdrückung und Überwachung der Tibeter nochmals massiv zugenommen. Für die Teilnahme an Demonstrationen, für freie Meinungsäußerung, aber auch aus reiner Willkür wurden Tausende festgenommen, gefoltert und zu hohen Haftstrafen verurteilt oder wurden Opfer des Verschwindenlassens.

Neben den täglichen Berichten von Verhaftungen und Folter schockiert seit März 2009 vor allem die steigende Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet. Besonders junge Tibeter protestieren auf diese Weise verstärkt gegen die chinesische Unterdrückungspolitik.