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Alicia Barreda Pérez

Alicia Barreda Pérez

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Erstmals Selbstanzündung in der Autonomen Region Tibet

2. Dezember 2011 TID-Pressemitteilung

Berlin, 2. Dezember 2011 – Exiltibetische Quellen berichten, am gestrigen Donnerstag hat sich erstmals ein Tibeter in der sogenannten Autonomen Region Tibet selbst angezündet. Der 46-jährige ehemalige Mönch des Klosters Karma, Tenzin Phuntsok, überlebte nach bisher unbestätigten Informationen und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Vorfall ereignete sich im Kreis Khamar in der Präfektur Chamdo (chin. Changdu).

 

Es handelt sich damit um den dreizehnten Fall einer Selbstanzündung in Tibet seit 2009, der zwölfte allein in diesem Jahr. Alle bisherigen Fälle ereigneten sich außerhalb der von China als „Tibet“ bezeichneten autonomen Region, in den mehrheitlich von Tibetern bewohnten Gebieten der chinesischen Provinz Sichuan. „Die Welle an Selbstverbrennungen weitet sich jetzt auch auf die Autonome Region Tibet aus“, so Tsewang Norbu, Vorstandsmitglied der Tibet Initiative Deutschland e.V. „Die Unterdrückungspolitik der chinesischen Regierung treibt Tibeter überall zu solchen Verzweiflungstaten.“

 

Das Kloster Karma wurde nach einem Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Chamdo am 26. Oktober dieses Jahres von Beamten der bewaffneten Volkspolizei umzingelt. Die Mönche wurden dort von den Sicherheitsbehörden unter Hausarrest gestellt.

 

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) setzt sich seit ihrer Gründung 1989 für das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Mit bundesweit über 60 ehrenamtlichen Regionalgruppen/Kontaktstellen und nahezu 2.000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme.


Pressekontakt: David Demes, mobil 0176 / 562 86 562, aktion@tibet-initiative.dewww.tibet-initiative.de

 

Quellen:

Radio Free Asia: http://www.rfa.org/english/news/tibet/protest-12012011162741.html

Tibetan Centre for Human Rights and Democracy http://www.tchrd.org/press/2011/pr20111202.html

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