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Erneut Selbstanzündung zweier Mönche in Tibet

26. September 2011 TID-Pressemitteilung

Berlin, 26.09.2011 – Am Montagmorgen haben sich erneut zwei Mönche des Klosters Kirti in Ngaba, Osttibet (Sichuan), in Brand gesetzt. Nach ersten Befürchtungen, sie seien ums Leben gekommen, berichteten chinesische Medien, beide Mönche hätten überlebt. „Die Selbstverbrennungen in den letzten Monaten zeigen deutlich die wachsende Hoffnungslosigkeit der Tibeter angesichts anhaltender Repressionen durch die chinesischen Behörden“, sagte der Vorsitzende der Tibet Initiative Deutschland (TID) Wolfgang Grader.

Unmittelbar vor der Selbstanzündung der beiden etwa 18 Jahre alten Mönche Lobsang Kunchok und Lobsang Kelsang, protestierten sie friedlich auf dem Marktplatz im Kreis Ngaba. Sie riefen „Lang lebe der Dalai Lama“ und forderten Religionsfreiheit in Tibet. „Seit den Unruhen 2008 ist die Religionsfreiheit durch Umerziehungsmaßnahmen immer weiter eingeschränkt worden“, sagte Grader. „Diese systematische Unterdrückung sorgt besonders in den Klöstern für Verzweiflung.“

Bereits im März dieses Jahres verbrannte sich in Ngaba der Cousin Lobsang Kelsangs, Phuntsok, aus Protest. Anschließend kam es zu Demonstrationen, an denen rund 1.000 Tibeter teilnahmen. Die Proteste wurden von den chinesischen Sicherheitskräften gewaltsam niedergeschlagen, das Kloster Kirti gestürmt und mehr als 300 Mönche zur "patriotischen Umerziehung" abtransportiert. Im August setzte sich erneut ein 29-jähriger Mönch aus der tibetischen Präfektur Gardze in Brand. Auch hier kam es zu Verhaftungen.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) setzt sich seit ihrer Gründung 1989 für das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Mit bundesweit über 60 ehrenamtlichen Regionalgruppen/Kontaktstellen und nahezu 2.000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme.

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