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Tibet - sieben Jahre nach dem Aufstand

10. Februar 2015 Ulm

In Tibet vollzieht sich seit zwei Jahrzehnten ein rasanter Wandel, bei dem die Tibeter nur Zuschauer sind. Seit dem großen Volksaufstand von 2008 geht die Zerstörung von allem Traditionellen noch schneller voran: Eine rücksichtslose Kommerzialisierung raubt den Städten ihr Gesicht; Hunderttausende Chinesen drängen die Tibeter auch in den ländlichen Regionen an den Rand; die Nomaden, früher das Rückgrat der tibetischen Gesellschaft, werden zwangsangesiedelt, die Umwelt für das chinesische Wirtschaftswachstum ausgebeutet. Ihrer Freiheitsrechte beraubt, haben schon über 130 Männer und Frauen durch Selbstverbrennung gegen diese Entwicklung protestiert. Sie sehen darin aber nicht nur Verzweiflung, sondern auch einen letzten Akt der Würde.
Gleichzeitig breitet sich eine neue, stille, subtile, aber sehr effektive Protestbewegung aus, Lhakar, auf Deutsch Weißer (=Glücksverheißender) Mittwoch. An einem solchen Tag wurde der Dalai Lama geboren, und es ist der besondere Gedenktag der Bewegung, die im Alltag das Tibetische wieder hervorhebt.
Klemens Ludwig zeichnet ein Bild von der Lage in Tibet und geht dabei auch auf den ungebrochenen Widerstand der Menschen, die tieferen Ursachen dafür und die Perspektiven ein.  

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