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Profile politischer Gefangener

Profile  tibetischer politischer Gefangener ©TID

Tibetische politische Gefangene

Zahlen und Fakten

Isolation. Folter. Keine oder unfaire Gerichtsverfahren. Für mehr als 600 tibetische politische Gefangene ist das derzeit Alltag in chinesischen Gefängnissen. Hunderte mehr gelten als verschwunden. Jahrelang werden sie festgehalten und weggesperrt für ihre "Vergehen“: Weil sie ihr Recht auf Meinungs-, Versammlungs- oder Religionsfreiheit wahrnehmen. Schon der Besitz eines Dalai Lama-Bildes oder die Beteiligung an einer Demonstration können zur Verhaftung führen. Der Kontakt zur Familie oder einem Rechtsbeistand wird ihnen verwehrt. Die fehlende medizinische Versorgung zeichnet die Gefangenen oft für ihr Leben.*

Infografik Politische Gefangene in Tibet
Quelle: www.ceec.gov
Infografik Politische Gefangene Tibet
Quelle: www.ceec.gov
Grafik Inhaftierungen 2000 bis 2015

* Das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) geht in seinem Jahresbericht 2016 von mehr als 2000 politischen Gefangenen seit 2008 aus. Die Menschenrechtsorganisaton Human Rights Watch führt in einem Bericht vom Mai 2016 die Fälle von 479 Tibeterinnen und Tibetern auf, die im Zeitraum 2013 - 2015 aus politischen Gründen verhaftet, verurteilt beziehungsweise inhaftiert wurden. Die hier in den Grafiken angegeben Zahlen stammen aus dem Jahresbericht 2016 der Congressional-Executive Commission on China.

In den letzten beiden Jahren (2015 und 2016) lässt sich ein Rückgang von berichteten Verhaftungen feststellen. Laut TCHRD ist das auf ein noch härteres Durchgreifen der chinesischen Regierung bei der Weitergabe von Informationen, unter anderem durch verstärkte Durchführung kollektiver Bestrafungen, zurückzuführen. Die angegebenen Zahlen sind daher vermutlich auch aufgrund der massiven Einschränkungen der Medien- und Informationsfreiheit getrügt. Die Dunkelziffer liegt vermutlich höher.