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Profile politischer Gefangener

Profile  tibetischer politischer Gefangener ©TID

Tibetische politische Gefangene

Zahlen und Fakten

Isolation. Folter. Keine oder unfaire Gerichtsverfahren. Für mehr als 600 tibetische politische Gefangene ist das derzeit Alltag in chinesischen Gefängnissen. Hunderte mehr gelten als verschwunden. Jahrelang werden sie festgehalten und weggesperrt für ihre "Vergehen“: Weil sie ihr Recht auf Meinungs-, Versammlungs- oder Religionsfreiheit wahrnehmen. Schon der Besitz eines Dalai Lama-Bildes oder die Beteiligung an einer Demonstration können zur Verhaftung führen. Der Kontakt zur Familie oder einem Rechtsbeistand wird ihnen verwehrt. Die fehlende medizinische Versorgung zeichnet die Gefangenen oft für ihr Leben.*

Infografik Politische Gefangene in Tibet
Quelle: www.ceec.gov
Infografik Politische Gefangene Tibet
Quelle: www.ceec.gov
Grafik Inhaftierungen 2000 bis 2015

* Das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) geht in seinem Jahresbericht 2014 von mehr als 2000 politischen Gefangenen seit 2008 aus. Mehr als 137 Tibeter sind laut TCHRD im Jahr 2014 entweder festgenommen oder verurteilt worden. Die Menschenrechtsorganisaton Human Rights Watch führt in einem Bericht vom Mai 2016 die Fälle von 479 Tibeterinnen und Tibetern auf, die im Zeitraum 2013 - 2015 aus politischen Gründen verhaftet, verurteilt beziehungsweise inhaftiert wurden.  Die hier in den Grafiken abgebildeten Zahlen beziehen sich auf den Jahresbericht (September 2015) der Congressional-Executive Commission on China.