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Tibetfest am 17. Juli in München

23. Juli 2010 phayul.com

Nepal liefert zwei tibetische Flüchtlinge an den chinesischen Grenzschutz aus

Unter Mißachtung des sogenannten "Gentleman's Agreement" mit dem UNHCR hat die nepalesische Polizei zwei Tibeter im Distrikt Humla, Nepal, festgenommen und den chinesischen Grenzschutzsoldaten überstellt.  Mehr...

21. Juli 2010 Human Rights Watch (engl.)

Neuer Bericht belegt brutale Gewalt gegen Tibeter

Ein neuer Bericht von Human Rights Watch belegt die Anwendung brutaler Gewalt gegen protestierende Tibeter im Jahr 2008. Die Dokumentation beruht auf über 200 Zeugenaussagen.  Mehr...

20. Juli 2010 Phayul.com

Größtes Bergbauprojekt in der "TAR" gestartet

Im Dorf Gyama nahe Lhasa wurde die bislang größte Mine der "Autonomen Region Tibet" in Betrieb genommen. Seit die Einheimischen 2009 einen Stopp des Projekts verlangten, wird die Region streng militärisch überwacht. Mehr...

Tibetische Flüchtlinge

Junge Tibeter im Exil, Foto: Boris Eichler
Junge Tibeter im Exil

Der anhaltende tibetische Flüchtlingsstrom begann mit der Flucht des Dalai Lama: Während des Volksaufstandes im März 1959 floh er als Soldat verkleidet aus Lhasa, kurz bevor der Potala-Palast vom chinesischen Militär bombardiert wurde. Nach einem tagelangen Marsch über den Himalaja erreichte er am 31. März die indische Grenze. Der indische Premierminister Nehru gewährte ihm politisches Asyl.

Etwa 80.000 Tibeter folgten ihrem Oberhaupt unmittelbar ins Exil. In Gruppen überquerten sie den Himalaja, meist barfuss und kaum ausgerüstet für den strapaziösen Marsch. Oft nahmen sie Umwege, um nicht von den chinesischen Sicherheitskräften verhaftet oder erschossen zu werden, so dass die Flucht viele Monate dauern konnte. Viele starben auf dem Weg an Hunger, Kälte oder Krankheit.

Noch immer flüchten jedes Jahr etwa 2.500 bis 3.500 Tibeter auf diesem gefährlichen Weg aus dem besetzten Tibet und riskieren dabei ihr Leben. Wenn sie von chinesischen Sicherheitskräften gefangen genommen werden, drohen ihren mehrjährige Haftstrafen und Misshandlungen. Immer wieder werden Tibeter auf der Flucht über die tibetisch-nepalische Grenze erschossen.

In Nepal müssen die Flüchtlinge das Aufnahmezentrum in Kathmandu erreichen, bevor sie sich in Sicherheit wiegen können. Nepalische Grenz- und Polizeikräfte schicken die entkräfteten Tibeter oftmals zurück nach Tibet. Im Aufnahmezentrum, dem „Tibetan Refugee Reception Center“ (TRRC), angekommen, werden die Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgt, bekommen einen Schlafplatz und medizinische Behandlung – z.B. für die häufig erlittenen Erfrierungen. In Zusammenarbeit mit dem UNHCR wird dann die Ausreise nach Indien organisiert, wo die Neuankömmlinge Flüchtlingspapiere und damit einen legalen Aufenthaltsstatus erhalten.

Die erste Station der Flüchtlinge in Indien ist Dharamsala, die tibetische „Exilhauptstadt“ am Rand des Himalajas. Im dortigen Flüchtlingszentrum werden sie wiederum versorgt, so lange sie auf eine Audienz beim Dalai Lama und die Verteilung auf die verschiedenen tibetischen Klöster, Schulen und Siedlungen in Indien warten.

Fast die Hälfte der Tibeter, die ihr Land verlassen, sind Mönche und Nonnen, die ins Exil gehen, um ihre Religion praktizieren zu können, was ihnen aufgrund der Repressionen durch die chinesische Regierung in Tibet nicht möglich ist. Ein großer Teil der Flüchtlinge, etwa 30 Prozent, sind Schüler und Studenten, die von ihren Eltern auf tibetische Schulen im Ausland geschickt werden. Andere verlassen Tibet, weil sie ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können, da sie keine Arbeit finden oder im Rahmen chinesischer Entwicklungsprojekte von ihrem Land vertrieben wurden. Und nicht zuletzt bleibt auch ehemaligen politischen Gefangenen kaum eine andere Chance, als das Land zu verlassen, denn in Tibet wird ihnen der Zugang sowohl zu den Klöstern als auch zu einem Anstellungsverhältnis verwehrt.