16. Mai 2013 Münchner Abendzeitung

Free Panchen Lama - Aktion

Unbekannte malten Parolen auf die Romanstraße beim Chinesischen Generalkonsulat, die in Tibet unter Strafe verboten sind. Mehr...

16. Mai 2013 taz

Heiligtümer fallen Konsum zum Opfer

Chinesische Behörden wollen einen der wichtigsten Pilgerwege in der Innenstadt von Lhasa zu einer Shopping-Meile umgestalten. Mehr...

15. Mai 2013 Phayul (Engl.)

Tibetischer Mönch von chinesischen Polizisten erschlagen

Kaldo, ehemaliger Mönch des Chamdo Klosters, wurde wegen des Besitzes von Tonaufnahmen mit Reden des Dalai Lama verhaftet. In U-Haft wurde er dann von chinesischen Polizisten der Polizeistation in Dzogag zu Tode geprügelt. Mehr...

Tibet im Exil

Straßenszene in Dharamsala, Foto: Anna Momburg-Vanderpool
Straßenszene in Dharamsala

Aktuell leben etwa 135.000 Tibeter im Exil. Die Mehrzahl lebt in Indien (100.000) und Nepal (20.000). Zuflucht fanden viele Tibeter unter anderem auch in Bhutan (1.600), Nordamerika (10.000) und in der Schweiz sowie anderen Ländern Europas (4.000).

Seit 1960 lebt der Dalai Lama im indischen Dharamsala, am Fuße des Himalajas. Dort ist auch der Sitz der Tibetischen Regierung im Exil (Tibetische Zentralverwaltung) und anderer wichtiger tibetischer Institutionen. In Klein-Lhasa, wie der obere Teil der Stadt auch genannt wird, haben sich etwa achttausend Tibeter niedergelassen und sind darum bemüht, die im eigenen Land bedrohte Kultur zu bewahren. Viele der Einwohner sind Mönche und Nonnen, die nach Dharamsala kamen, um dort ein tibetisches Kloster zu besuchen und ihre Religion frei ausüben zu können.

Nepal beherbergt nach Indien die größte tibetische Exilgemeinschaft. Das Land ist die erste Anlaufstelle für alle, denen die gefährliche Flucht über den Himalaya gelingt. Doch der tibetische Flüchtlingsstrom, der seit 1959 anhält, führt in Nepal immer wieder zu politischen Kontroversen. Ursache hierfür ist vor allem der zunehmende politischen Druck aus China, Aktivitäten von Exiltibetern im Land zu unterbinden. So kommt es beispielsweise immer wieder zur Auslieferung von tibetischen Flüchtlingen, was von der internationalen Gemeinschaft und ihren Institutionen nachdrücklich kritisiert wird. Einst gestattete eine informelle Abmachung zwischen der nepalischen Regierung und dem UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) den fliehenden Tibetern eine sichere Durchreise ins Exil nach Indien. Heute können sich die tibetischen Flüchtlinge darauf nicht mehr verlassen.