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Transparenz ist uns wichtig

Chinesische Behörden nehmen wieder Tibeter in Ngaba und Kardze fest

29. Januar 2009 DIIR

Department of Information & International Relations (DIIR)
Central Tibetan Administration
Dharamshala - 176215, H.P., India , www.tibet.net
29. Januar 2009

Namkha Sonam, ein tibetischer Jugendlicher aus Shershul, Bezirk Kardze (chin. Ganzi), TAP Kardze, wurde festgenommen, weil er „Free Tibet“ und„Möge Seine Heiligkeit der Dalai Lama lange leben“ gerufen hatte.

Bestätigten Berichten zufolge wurde der 27jährige Namkha Sonam am 7. Januar von den Kräften des Public Security Bureau festgenommen und heftig geschlagen. Sein Vater und Bruder wurden daraufhin bei der Bezirksverwaltung vorstellig und baten, ihn freizulassen. Doch die Beamten hörten nicht auf ihr Flehen und halten Namkha weiterhin in Untersuchungshaft.

Am 15. Januar nahmen die Polizisten des Public Security Bureau im Bezirk Ngaba (chin. Aba), TAP Ngaba, Amdo, den 27jährigen tibetischen Mönch Lobsang Kirti fest, weil er Flugblätter mit „verdächtigem“ Inhalt verteilt hatte. Gegen Abend wurde er in einem Fotokopiergeschäft in der Stadt verhaftet.

Lobsang Kirti, der im Kloster Kirti seinen Studien nachgeht, schrieb mehrere Artikel für Zeitungen und Zeitschriften. Er gehört auch dem Redaktionsausschuß von „Gantse Metok“, einer offiziellen Publikation des Klosters Kirti, an.

Indessen rief die Tibetische Zentralverwaltung in Dharamsala heute die chinesische Regierung auf, ihrer repressiven Politik in Tibet ein Ende zu setzen und die Kampagne „Hartes Zuschlagen“ sofort zu beenden.

„Durch den Neustart der Kampagne ’Hartes Zuschlagen‚ und die Intensivierung der ohnehin schon sehr scharfen Maßnahmen werden die Grundrechte und Freiheiten der Tibeter zusätzlich verletzt. Wir haben im Hinblick auf die hinter der Wiedereinführung dieser Kampagne und der patriotischen Erziehung stehenden Absichten der VR China sehr große Bedenken, denn sie werden nur eine Atmosphäre politischer Unruhe schaffen und daher dem Einsatz von noch mehr repressiver Gewalt Vorschub leisten“, sagte Frau Kesang Yangkyi Takla, Kalon [Ministerin] der Abteilung für Information und Internationale Beziehungen bei einer Pressekonferenz in Dharamsala am Mittwoch.

Chinesischen staatlichen Medien zufolge hat das Public Security Bureau bei Razzien in tibetischen Wohnungen und Hotels in Lhasa 5.766 Verdächtige zu Vernehmungszwecken inhaftiert. 81 Personen wurden bereits bei der repressiven „Hartdurchgreif-Kampagne“ festgenommen.

Kalon Takla appellierte an die Parlamente, Regierungen und Persönlichkeiten auf der ganzen Welt, aktiv tätig zu werden, damit sich das unglückliche Geschehen vom März 2008 in Tibet nicht wiederhole.

„Wir bitten auch Euch [Tibeter], alles zu tun, um Feindseligkeiten und Zusammenstöße mit Chinesen zu vermeiden“, fuhr Takla fort. Sie rief die Tibeter in Tibet auf, trotz der scharfen Restriktionen und Repressionen im langfristigen Interesse Tibets die Ruhe zu bewahren und an den Grundsätzen der Gewaltlosigkeit festzuhalten.

Übersetzung: Adelheid Dönges
Revision: Angelika Mensching


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