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Weitere Festnahmen in Tibet

27. Januar 2010 Radio Free Asia

Zwei Brüder und drei Mönche in der Region Chamdo verhaftet

Die Mutter zweier Tibeter, die vor über einem Monat von den chinesischen Sicherheitskräften festgenommen wurden, äußerte sich besorgt über das Schicksal ihrer Söhne. Diese dürfen keinen Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen.

"Meine Söhne hatten nichts mit politischen Tätigkeiten zu tun, sie waren an derartigen Dingen überhaupt nicht interessiert.", erklärte die 60jährige Mutter der beiden Männer in einem Interview. "Die gegen sie erhobenen Beschuldigungen sind völlig grundlos und falsch".

Tibetischen Quellen zufolge wurden Tsejor Gonpo, 43, und Choenga Tsering, 41, am 7. Dezember in der Ortschaft Gartok im Kreis Markham, Berzirk Chamdo, TAR, festgenommen und von "einem Konvoi von Polizeifahrzeugen" weggebracht.

Als die beiden Brüder gerade beim Frühstück saßen, drangen bewaffnete Volkspolizisten in ihre Wohnung ein und forderten sie auf, zu Verhörszwecken mit ihnen zu gehen. Von dem Geheul der Sirenen und der Ansammlung zahlreicher Polizisten aufgeschreckte Passanten sahen, wie die beiden Männer, in Handschellen gelegt, weggebracht wurden. Etwa zwei Wochen lang wusste man überhaupt nichts über ihren Verbleib. Dann fanden ihre Angehörigen heraus, dass sie in einem Haftzentrum im Bezirk Pashoe, Präfektur Chamdo, festgehalten werden.

Am 22. Januar seien dann mindestens 40 Polizeioffiziere von der Präfektur und dem Bezirk in zehn Fahrzeugen in die Stadt gekommen und hätten die Wohnungen und Geschäftsräume der zwei Brüder, die ein Motel und eine Disko betreiben, durchsucht. Alle Video-DVDs, sogar die der Kinder, seien beschlagnahmt worden, sagten Augenzeugen.

Die chinesischen Vernehmungsbeamten beschuldigten die zwei Brüder des Waffenbesitzes und der Weitergabe von politisch heiklen Informationen an Außenstehende. Auch hätten sie einen bekannten Lama aus Indien, der gerade zu Besuch in der Gegend weilte, bei sich aufgenommen. Die Männer bestritten die ersten zwei Anklagepunkte und fragten, wo denn die Beweise dafür seien. Außerdem erklärten sie, der zu Besuch weilende Lama sei mit Genehmigung der chinesischen Regierung nach Tibet gereist und habe sich während seines Aufenthaltes genau an alle Regeln und Vorschriften gehalten.

Anrufe bei den zuständigen Behörden waren erfolglos, denn diese weigerten sich Auskunft zu geben.

Weiterhin wurden, wie ein Mönch, der anonym bleiben möchte, mitteilte, ebenfalls in der Präfektur Chamdo, im Bezirk Jomda, drei Mönche, festgenommen. "Die Polizei verhaftete drei Mönche des Klosters Jorphu", sagte er.

Die Mönche, Sangye Gyatso, 29, und Apho, 30, wurden Ende Dezember festgenommen, als sie versuchten, chinesische Polizisten an der Misshandlung eines Tibeters zu hindern. Sie sahen, wie diese maßlos auf einen hilflosen Tibeter eindroschen und fragten nach dem Grund für ihr grausames Handeln.

Der dritte Mönch, Tulku Jangchub, 26, wurde am 16. oder 17. Januar festgenommen, denn er hatte Bemerkungen über die mangelnde Religionsfreiheit in Tibet gemacht. Ein Beamter im Amt für religiöse Angelegenheiten in Jomda, der von RFA zu dem Vorgang befragt wurde, verweigerte die Auskunft: "Ich bin leider nicht befugt, ihnen irgendeine Information zu geben", war seine ganze Antwort.

Quelle: Radio Free Asia

Übersetzung: Adelheid Dönges


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