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Foto- und Videoaufnahmen
Polizeibrutalität in Tibet aufgedeckt
In einem chinesischen Internet-Forum für militärische Angelegenheiten ("Super Military Forum of China") kam es Anfang Dezember 2011 zu einer der brisantesten Enthüllungen der letzten Jahre. Mehrere Aufnahmen bezeugen das Vorgehen chinesischer Sicherheitsbehörden bei der sogenannten "Patriotischen Umerziehung". Die zu sehenden Maßnahmen erinnern stark an die Zeiten der chinesischen Kulturrevolution (1966-76) und bestätigen damit zahlreiche Aussagen über die Methoden der chinesischen Sicherheitskräfte. Offensichtlich war sich der Internetnutzer, der die Bilder veröffentlicht hatte, der Brisanz des Materials nicht bewusst. Die Aufnahmen stammen aus den Autonomen Präfekturen Ngaba (chin. Aba) und Kandze (chin. Ganzi) der Provinz Sichuan. Einige der Bilder wurden, laut der regierungskritischen chinesischen Website Boxun.com, im April 2008 aufgenommen.
Am 7. Dezember 2011 veröffentlichte die Tibetische Regierung im Exil (CTA) ein Polizei-Video, das eine morgendliche Razzia in der tibetischen Gemeinde Dhoti (chin. Duodi), ungefähr 10km nördlich von Lhasa, zeigen soll. Das Video entstand laut Angaben der Exilregierung ebenfalls im Jahr 2008, konnte aber erst vor kurzem aus Tibet herausgeschmuggelt werden. In dem etwa 22-minütigen Video wird die Unverhältnismäßigkeit des Vorgehens der chinesischen Sicherheitskräfte auf erschreckende Weise deutlich. Soldaten und Beamte des Amtes für Öffentliche Sicherheit, der bewaffneten Volkspolizei und des Sondereinsatzkommandos der bewaffneten Volkspolizei dringen am frühen Morgen, bewaffnet mit Maschinengewehren und in schwerer Nahkampfausrüstung, in die Häuser tibetischer Bauern und einfacher Leute ein und ziehen sie zu einer ersten Befragung auf die Straße. Über das weitere Schicksal der in dem Video gezeigten Tibeter ist nichts bekannt.









