| Ca. 50.000 v. Chr. | Erste Besiedlung des tibetischen Hochlandes durch mongolische Nomadenvölker. |
| 2. Jh. v. Chr. | Lokale Fürstentümer entstehen; die Bön-Religion verbreitet sich. |
| 127 v. Chr. | Die tibetische Kultur entsteht im Tal des Tsangpo; Nyarti Tsenpo gründet die Yarlung-Dynastie. |
| 620-649 | König Songtsen Gampo regiert, er vereint Tibet zu einem Großreich. |
| 842 | Ende des tibetischen Königtums; das Reich zerfällt und wird von rivalisierenden Provinzfürsten regiert. |
| 1206 | Dschingis Khan wird zum Herrscher der Mongolen ausgerufen und beginnt mit der Eroberung weiter Teile Asiens. |
| 1244-1247 | Die tibetischen Provinzfürsten ergeben sich kampflos; Tibet wird ins mongolische Reich eingegliedert. |
| 1279-1368 | Die mongolische Yuan-Dynastie herrscht über China. |
| 1578 | Sonam Gyatso wird von den Mongolen zum 3. Dalai Lama ernannt. Seine beiden Vorgänger erhalten posthum den Titel. |
| 1617-1680 | Der 5. Dalai Lama regiert und etabliert die Gelugpa-Herrschaft in Tibet. |
| 1644-1912 | Die Manchu erobern Peking und setzen die Qing-Dynastie ein. |
| 1717-1720 | Die westmongolischen Dsungaren fallen in Tibet ein, werden aber durch die Manchu-Truppen vertrieben. |
| 1904 | Einfall der britischen Truppen in Tibet. Der 13. Dalai Lama flüchtet ins Exil. |
| 1909 | Der Dalai Lama kehrt nach Lhasa zurück. |
| 1910 | Die Manchu-Soldaten fallen in Tibet ein, der Dalai Lama flüchtet nach Indien. |
| 1912 | Sturz der Manchu in China. Die Truppen werden zurückgedrängt. Der Dalai Lama kehrt zurück und erklärt Tibets Unabhängigkeit. |
| 1913-1950 | Unabhängigkeit Tibets. Der Dalai Lama modernisiert das Land und isoliert es nach außen. |
| 1933 | Der 13. Dalai Lama stirbt. |
| 1935 | Geburt des 14. Dalai Lama. |
| 1949 | Ausrufung der Volksrepublik China unter der Führung Mao Tse-tungs. |
| 1950 | Die Volksbefreiungsarmee marschiert in Tibet ein. |
| 1951 | Das 17-Punkte-Abkommen wird unter Druck unterzeichnet. Die chinesischen Truppen fallen in Lhasa ein. |
| 1959 | Am 10. März beginnt in Lhasa der Volkaufstand. Der Dalai Lama flüchtet am 17. März ins Exil. Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen. |
| 1965 | Die Autonome Region Tibet (TAR) wird von Peking ausgerufen. |
| 1966-1976 | Die Große Proletarische Kulturrevolution bringt Terror und Zerstörung über Tibet. |
| 1987-1989 | Aufstände in Tibet; in Lhasa wird das Kriegsrecht verhängt. |
| 1988 | Der Dalai Lama schlägt den „Mittleren Weg“ ein und fordert echte Autonomie statt Unabhängigkeit. |
| 2002-2008 | Acht Gesprächsrunden zwischen Vertretern des Dalai Lama und der chinesischen Regierung. |
| 2008 | Im März kommt es zu heftigen Unruhen in Tibet. Nach den Olympischen Spielen erklärt die chinesische Regierung die Verhandlungen mit Tibet für gescheitert. Ein Sondertreffen von Exil-Tibetern in Dharamsala entscheidet vorerst am Mittleren Weg festzuhalten. |