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Pressemitteilungen

13. Mai 2013 TID-Pressemitteilung

Altstadt Lhasas steht vor dramatischer Zerstörung: TID fordert rasches Handeln der UNESCO

Berlin, 13.05.2013: Laut der bekannten tibetischen Schriftstellerin Tsering Woeser plant die chinesische Regierung den Bau einer gigantischen Einkaufsmeile mit über 150.000 Quadratmetern Fläche in der Altstadt von Lhasa. „Unter... Mehr...

10. März 2013 TID-Pressemitteilung

„Farben der Freiheit“: Tibet-Flaggenperformance vor der Chinesischen Botschaft

Berlin, 10.03.2013 – Zum 54. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstandes von 1959 wird die Tibet Initiative Deutschland (TID) am 10. März mit einer Tibet-Flaggenperformance vor der Chinesischen Botschaft in Berlin protestieren.... Mehr...

12. Februar 2013 TID-Pressemitteilung

100 Jahre Bekräftigung tibetischer Unabhängigkeit

Berlin, 12.02.2013 – Am 13. Februar werden Tibeter weltweit des hundertjährigen Jubiläums eines historischen Dekrets des 13. Dalai Lama Thubten Gyatso gedenken, das für das Selbstverständnis des tibetischen Volkes als unabhängige... Mehr...

Tibet: Zahlen und Fakten

Geografie

  • Gesamtfläche: 2,5 Millionen km²
  • Durchschnittliche Höhenlage: 4.000 m ü. NN (Höchster Punkt: Mt. Everest, 8848 m)
  • Traditionelle Provinzen: Ü-Tsang (Zentral- und Westtibet), Kham im Südosten und Amdo im Nordosten
  • Administrative Aufteilung seit 1966: Im Jahr 1966 gründete die Volksrepublik China die Autonome Region Tibet auf dem Gebiet der traditionellen Provinz Ü-Tsang und teilweise auch Kham. Seitdem ist das tibetische Siedlungsgebiet wie folgt aufgeteilt: Autonome Region Tibet und die Provinzen Qinghai, Sichuan (Tibetische und Qiang Autonome Präfektur Ngaba, Tibetische Autonome Präfektur Kardze, Tibetischer Autonomer Kreis Mili), Yunnan (Tibetische Autonome Präfektur Dechen) und Gansu (Tibetischer Autonomer Kreis Pari und die Tibetische Autonome Präfektur Gannan)
  • Größte Städte: Lhasa, Shigatse, Gyantse und Chamdo
  • Wichtigste Flüsse: Yarlung Tsangpo (Brahmaputra in Indien), Machu (Gelber Fluss in China), Drichu (Yangtse Kiang in China), Senge Khabab (Indus in Indien), Phungchu (Arun in Indien), Gyalmo Ngulchu (Saluen in Birma) und Zachu (Mekong in Thailand, Vietnam, Kambodscha und Laos)

Bevölkerung

  • Gesamtbevölkerung: etwa 6 Millionen (5.416.021 im Jahr 2000)
  • 2.716.389 Tibeter leben in der Autonomen Region Tibet (offiziell 90% der Gesamtbevölkerung), 1.375.062 in der Provinz Qinghai, 1.497.000 in der Provinz Sichuan, 128.432 in der Provinz Yunnan (2000) und 318.900 in der Provinz Gansu.
  • Die Anzahl chinesischer Siedler in Tibet ist nicht genau bestimmbar. Die tibetische Exilregierung geht von ungefähr 7,5 Millionen Chinesen vor allem in Osttibet aus. In größeren Städten wie Lhasa und Shigatse sollen nach Schätzungen mittlerweile mehr Chinesen als Tibeter leben.
  • Heute leben etwa 130.000 Tibeter in der Diaspora. Drei Viertel von ihnen in Indien.

Völkerrechtlicher Status

  • Tibet wird seit 1951 von der Volksrepublik China besetzt gehalten (23. Mai 1951: Unterzeichnung des 17-Punkte-Abkommens zur friedlichen Befreiung Tibets).
  • Bis zur Invasion Osttibets durch die Volksbefreiungsarmee 1949/50 war Tibet ein souveräner Staat. Spätestens mit dem Fall des chinesischen Kaiserreiches 1911 und der Unabhängigkeitserklärung des 13. Dalai Lama im Jahr 1913 war Tibet unabhängig im Sinne des Völkerrechts.
  • Seit 1991 ist die tibetische Exilregierung Mitglied der Unrepresented Nations and Peoples Organization (UNPO).

Menschenrechte

  • Zwischen 1950 und 1979 starben nach exiltibetischen Angaben etwa 1,2 Millionen Tibeter als direkte Folge der chinesischen Invasion und Besatzung.
  • Politische Gefangene: Mindestens 850 (Stand 2012)
  • Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete insgesamt drei Resolutionen zu Tibet: 1959, 1961 und 1965. In der Resolution 1723 (XVI) vom 12. Dezember 1961 forderte die Generalversammlung die: "Einstellung aller Praktiken die das tibetische Volk seiner fundamentalen Menschenrechte und Freiheiten, darunter auch das Recht auf Selbstbestimmung, berauben." Die Resolution wurde mit 56 Stimmen dafür und elf Stimmen dagegen angenommen. 29 Staaten enthielten sich.