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Alicia Barreda Pérez

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„Flagge zeigen für Tibet“ – Tibet Initiative Deutschland fordert starken politischen Einsatz für Menschenrechte im besetzten Tibet

10. März 2011 TID-Pressemitteilung

Berlin, 10.3.2011 – Mit einer Solidaritätskundgebung erinnert die Tibet Initiative Deutschland (TID) am Donnerstag vor der chinesischen Botschaft in Berlin an die Opfer des Tibetischen Volksaufstandes von 1959. „Auch heute noch riskieren Menschen in Tibet Freiheit und Leben, wenn sie sich für ihre legitimen Rechte einsetzen“, sagte der TID-Vorsitzende Wolfgang Grader. „Wir fordern unsere Politiker auf, sich laut und deutlich für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Verbesserung der Menschenrechtssituation in Tibet auszusprechen.“

In Tibet gibt es derzeit über 830 politische Gefangene. Allein im letzten Jahr hat es 188 Verhaftungen gegeben. „Die Tatsache, dass in jüngster Zeit verstärkt Journalisten, Schriftsteller und Umweltaktivisten politisch verfolgt werden, zeigt, dass es der chinesischen Führung letztlich um eine systematische Zerstörung der tibetischen Identität geht“, so Grader. Angesichts des gewaltfreien Widerstandes der Tibeter, sei das harte Vorgehen der chinesischen Behörden umso stärker zu verurteilen.

Genau wie in Berlin organisieren TID-Regionalgruppen überall in Deutschland Demonstrationen und Mahnwachen, um auf die Lage der Menschenrechte im besetzten Tibet aufmerksam zu machen. Zudem sind 1150 deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise dem Aufruf der Tibet Initiative Deutschland gefolgt und hissen auf ihren Rathäusern, öffentlichen Gebäuden und ihren Internetseiten die Flagge Tibets. Darunter das Landesparlament Bremen sowie die Landeshauptstädte Hannover, Magdeburg, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden.

Jedes Jahr machen weltweit Tibet-Unterstützergruppen am 10. März auf die völkerrechtswidrige Besetzung Tibets aufmerksam. Mit dem Volksaufstand vom 10. März 1959 protestierten die Tibeter gegen die chinesische Fremdherrschaft und versuchten zudem, den Dalai Lama vor dem Zugriff der chinesischen Besatzer zu schützen. Der Dalai Lama musste ins indische Exil fliehen, der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen und kostete zehntausende Tibeter das Leben. Im Jahr 2008 kam es an diesem Tag erneut zu Aufständen in Lhasa, die sich über das ganze Land ausdehnten und von chinesischen Sicherheitskräften brutal unterdrückt wurden.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) setzt sich seit ihrer Gründung 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte im besetzten Tibet ein. Mit bundesweit über 60 ehrenamtlichen Regionalgruppen/Kontaktstellen und nahezu 2000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme. Die TID finanziert sich überwiegend durch Mitgliedsbeiträge und Spenden von Privatpersonen.

Pressekontakt: Nicolas Schmitt, Tel. 030-42081534, mobil 0176-96739146, presse@tibet-initiative.de, www.tibet-initiative.de

Pressekontakt zur TID-Flaggenaktion: Monika Deimann-Clemens, Tel. 06047-78 16, mobil 0174 – 789 63 36, tibetflagge@web.de, http://tibetflagge.tibet-initiative.de/

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