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Protest tibetischer Schüler weitet sich aus: Tausende demonstrieren gegen chinesische Bildungsreform

21. Oktober 2010 TID-Pressemitteilung

Berlin, 21.10.2010 – Der Protest von Schülern und Studenten gegen die Zurückdrängung der tibetischen Sprache in der Provinz Qinghai weitet sich aus. Bereits am Dienstag haben laut eines Berichts von Radio Free Asia über 1 000 Personen in der Stadt Rebkong demonstriert. Am Mittwoch kam es schließlich in weiteren Städten der Provinz zu Demonstrationen, an denen mehrere Tausend Menschen teilnahmen.

Ausgangspunkt der Proteste war offenbar eine Bildungsreform, die Chinesisch als alleinige Unterrichtssprache etabliert. Ein chinesischer Funktionär bestätigte gegenüber dem Nachrichtensender CNN, dass die Tibetische Sprache im Unterricht reduziert werden soll.

TID-Vorstand Iris Fricke äußerte sich am Donnerstag zu den Reformplänen: „Ähnliche Reformen gab es bereits im sogenannten Autonomen Gebiet Tibet. Der alleinige Zweck derartiger Vorhaben ist eine weitere Marginalisierung der tibetischen Kultur und Identität“, sagte sie.

TID-Vorstand Dalha Agyitsang betonte, dass die Gleichberechtigung der Nationalitäten und Sprachen in der chinesischen Verfassung verankert ist, jedoch nicht ausgeübt wird. „Die Demonstrationen zeigen, wie stark das tibetische Volk nach wie vor an seiner Sprache und seiner Identität festhält“, fügte sie hinzu.

Die Tibet Initiative Deutschland (TID) setzt sich seit ihrer Gründung 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte im besetzten Tibet ein. Mit bundesweit über 60 ehrenamtlichen Regionalgruppen und nahezu 2 000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme. Die TID finanziert sich überwiegend durch Mitgliedsbeiträge und Spenden von Privatpersonen.

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