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Alicia Barreda Pérez

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Deutschland zeigt Flagge für Tibet! - …und was ist mit Merkel?

3. März 2014 TID-Pressemitteilung

Hunderte Städte, Gemeinden und Landkreise hissen am 10. März an Rathäusern und öffentlichen Gebäuden die tibetische Flagge. Sie beteiligen sich damit an der Kampagne der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) „Flagge zeigen für Tibet!“ und senden ein starkes politisches Signal an die deutsche Bundesregierung. „Am 10. März erinnern wir an den tibetischen Volksaufstand von 1959, der von der chinesischen Besatzungsmacht blutig niedergeschlagen wurde. Flagge zeigen für Tibet heißt, sich für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet einzusetzen“, sagt Tsewang Norbu, Vorstandsmitglied der TID. „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse ist dieses Zeichen der Solidarität so wichtig.“

Die TID ist sehr alarmiert von den Entwicklungen der letzten Monate. „Mittlerweile haben sich 127 Tibeter aus Protest gegen die chinesische Unterdrückungspolitik selbst verbrannt. Während die chinesische Regierung in Tibet weiterhin auf Gewalt setzt, wählt die internationale Gemeinschaft  China in den UN Menschenrechtsrat“, so Tsewang Norbu. „Uns erschreckt das Missverhältnis von Chinas Handeln zu seiner Stellung in der Welt und das Ausmaß seiner politischen Einflussnahme. Das Einknicken der spanischen Regierung im Fall der Völkermord-Anklage gegen ehemalige chinesische Regierungsmitglieder ist ein aktuelles Beispiel, das zeigt, wie sehr es China bereits gelingt, in demokratische Systeme einzugreifen und diese außer Kraft zu setzen.“

Auch in Deutschland ist Chinas Einfluss deutlich spürbar: „Unsere Teilnehmer werden von chinesischen Offiziellen dazu aufgefordert, sich von der Kampagne zurückzuziehen und die tibetische Flagge nicht zu hissen. Der lange Arm reicht bis in die kleinsten deutschen Ortschaften. Doch wir lassen uns nicht davon beeindrucken“, sagt Anna Momburg-Vanderpool, Kampagnenreferentin der TID. „Die politischen Vertreter der Städte, Gemeinden und Landkreise setzen am 10. März ein Zeichen für Selbstbestimmung und die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet und zeigen, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind“, so Momburg-Vanderpool.

Mit dieser starken politischen Unterstützung an der Seite, fordert die TID die Bundesregierung auf, sich dem Druck der chinesischen Regierung nicht zu beugen. Der Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping Ende März in Berlin ist die Gelegenheit für ein klares Signal. „Bundeskanzlerin Merkel muss sich deutlich für die Rechte der Tibeter aussprechen. Wir erwarten, dass sie die chinesische Regierung dazu auffordert, den Dialog mit den Tibetern wieder aufzunehmen und die Gewaltspirale zu beenden“, sagt Norbu.

Prominente aus Politik und Kultur unterstützen die Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“


Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Henning Scherf (SPD), ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bremen. Auch Claudia Roth (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, und Sabine Bätzing-Lichtenthäler (MdB/SPD), Vorsitzende des Tibet-Gesprächskreises im Deutschen Bundestag, zeigen Flagge für Tibet:

•    Videoaufruf von Claudia Roth youtu.be/Jtxzqgclj8I [engl. Untertitel]
•    Videoaufruf von Sabine Bätzing-Lichtenthäler youtu.be/y_F_ZEVUDSk

Auch Musiker und Schauspieler wie Judith Holofernes, Benno Fürmann, Ralf Bauer sowie der chinesische Dissident und Schriftsteller Liao Yiwu zeigen Flagge für Tibet.

•    Statements der prominenten Unterstützer finden Sie hier: www.tibet-flagge.de/causes-category/starke-stimmen/

Weitere Informationen zur Kampagne und bundesweiteTermine zum 10. März
Das Kampagnenvideo, alle Aktionstermine zum 10. März sowie weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier: www.tibet-flagge.de  

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