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China vor dem UN-Menschenrechtsrat: Menschenrechtsverletzungen in Tibet dürfen nicht folgenlos bleiben!

21. Oktober 2013 TID-Pressemitteilung

Berlin, 21.10.2013 – China stellt sich morgen zum zweiten Mal der „Allgemeinen regelmäßigen Länderüberprüfung“ (Universal Periodic Review/UPR) des UN-Menschenrechtsrates in Genf. „Die internationale Gemeinschaft muss diese Chance nutzen und China dazu bewegen, endlich Verantwortung für die Menschenrechtsverletzungen in Tibet zu übernehmen“, so Wolfgang Grader, Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID).

Das Länderprüfverfahren der Vereinten Nationen findet alle vier Jahre statt. Zuletzt musste sich China 2009 der internationalen Überprüfung unterziehen. Damals lehnte die chinesische Regierung jegliche Erwähnung der Menschenrechtslage in Tibet kategorisch ab. „Kommt China erneut so glimpflich davon, steht die Glaubwürdigkeit des Menschenrechtsrates auf dem Spiel!“, so Wolfgang Grader.

Erst kürzlich gab es Berichte über das gewaltsame Vorgehen chinesischer Sicherheitskräfte gegen Tibeter in der Region Driru in der Präfektur Nagchu. Am 6. Oktober wurden mehr als 60 Tibeter verletzt, als chinesische Beamte auf tibetische Demonstranten schossen, welche die Freilassung eines politischen Gefangenen forderten. In der Region Driru kam es außerdem zu Festnahmen von Tibetern, die sich geweigert hatten, die chinesische Flagge zum chinesischen Nationalfeiertag am 1. Oktober an ihren Häusern zu hissen.

Chinas Länderüberprüfung findet am Dienstag, 22. Oktober, von 9:30 bis 12:30 Uhr vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf statt. Die Tibetische Gemeinschaft in der Schweiz und Liechtenstein ruft zu einem Solidaritätsmarsch ab 11 Uhr auf dem Platz der Nationen in Genf auf. Weitere Informationen finden Sie hier: http://bit.ly/15WOzwX

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) fordert zusammen mit dem Internationalen Tibet-Netzwerk ein gemeinsames Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft gegen die Menschenrechtsverletzungen in Tibet. Die Internationale Kampagne „Stand up for Tibet“ soll diese Forderung unterstützen: http://standupfortibet.org/pledge/

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