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Pressekontakt

Alicia Barreda Pérez

presse@tibet-initiative.de

Tel.: 030 |42081534

Schwere Unruhen in Tibet: Chinesische Regierung verlegt Truppen in Krisenregion

26. Januar 2012 TID-Pressemitteilung

Berlin, 26.1.2012 – Die seit Tagen andauernden schweren Unruhen in den tibetischen Gebieten im Nord-Westen der heutigen chinesischen Provinz Sichuan weiten sich aus. Nach Angaben des amerikanischen Senders Radio Free Asia (RFA) hat die chinesische Regierung Truppen in die Krisenregion verlegt. Seit Montag seien bis zu elf Tibeter erschossen worden, zudem gebe es mehrere Verletzte. „Nach den tragischen Selbstverbrennungen in den letzten Monaten erleben wir nun die größten Demonstrationen seit den landesweiten Aufständen 2008“, sagte das Vorstandsmitglied der Tibet Initiative Deutschland (TID), Tsewang Norbu. „Es steht zu befürchten, dass die Lage im Zusammenhang mit dem Jahrestag des Tibetischen Volksaufstandes am 10. März weiter eskaliert."

Am Montag war es zunächst in Draggo (chin. Luho) zu Demonstrationen gekommen, bei denen bis zu sechs Tibeter erschossen und mehr als 30 Personen schwer verletzt wurden. Laut Angaben des Tibetan Centre For Human Rights and Democracy (TCHRD) waren zuvor mehrere Tibeter in der Region verhaftet worden. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua teilte mit, dass die Tibeter eine Polizeistation angegriffen und die Sicherheitskräfte Gebrauch von ihren Schusswaffen gemacht hätten. Anschließend sei es zu einer Ausbreitung der Demonstration in der Stadt gekommen.

Am Dienstag griffen die Unruhen schließlich auf das benachbarte Serthar (chin Seda) über. In den Demonstrationen wurden nach Angaben von RFA bis zu fünf Tibeter erschossen. Auch in Serthar berichteten die chinesischen Nachrichten von einem Angriff auf eine Polizeistation. „Die chinesische Regierung hat die Region militärisch abgeriegelt, was die Beurteilung der Lage sehr schwierig macht“, sagte Tsewang Norbu. „Wie der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), fordern auch wir einen ungehinderten Zugang von internationalen Beobachtern in die Krisenregion.“ Zudem  müsse die Bundesregierung verstärkt auf die chinesische Regierung einwirken, die Gewalt zu beenden.        

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) setzt sich seit ihrer Gründung 1989 für das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Mit bundesweit über 60 ehrenamtlichen Regionalgruppen/Kontaktstellen und nahezu 2.000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme.

Pressekontakt: Nicolas Schmitt, Tel. 030-42081534, mobil 0176-96739146, presse@tibet-initiative.de, www.tibet-initiative.de

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