Wir werben sowohl bei deutschen als auch internationalen Entscheidungsträgern um Unterstützung für die Dialogbemühungen der Tibetischen Regierung im Exil. Nur mittels Dialog zwischen der chinesischen Regierung und Vertretern der Tibetischen Regierung im Exil kann die Tibet-Frage friedlich gelöst werden.
Der Dalai Lama und die Tibetische Regierung im Exil versuchen seit Jahren durch Verhandlungen mit der chinesischen Regierung eine einvernehmliche Lösung für den Tibet-Konflikt zu finden. Seit September 2002 haben sich die Vertreter des Dalai Lama insgesamt neun Mal mit Regierungsbeamten der "Einheitsfront" in Peking zu Gesprächen getroffen. Dabei wurde der tibetischen Seite immer wieder unterstellt, sie verfolge eigentlich die Unabhängigkeit Tibets.
Der insgesamt zähe Dialog, den die chinesische Führung nur auf Druck der internationalen Staatengemeinschaft weiterführte, war mit der achten Gesprächsrunde im November 2008 zum Stillstand gekommen. Die chinesische Seite warf den tibetischen Sondergesandten vor, dass sie in Wahrheit die Loslösung Tibets von der VR China anstrebten. Vor diesem Hintergrund waren die Verhandlungen zum Scheitern verurteilt. Dabei hatten die tibetischen Vertreter ein detailliertes Memorandum zu einer echten Autonomie für Tibet innerhalb der VR China vorgelegt, worin noch einmal bekräftigt wird, dass die tibetische Seite eine Autonomie innerhalb des chinesischen Staatsverbandes fordert. Die jüngste Gesprächsrunde hat im Januar 2010 stattgefunden.
Trotz schleppender Verhandlungen halten die Tibeter weiterhin daran fest, dass der Dialog das einzige Mittel zu einer friedlichen Lösung der Tibet-Frage ist.
Download vom Tibet Bureau, Genf:
Memorandum vom 16.11.2008 (PDF)
Note zum Memorandum über echte Autonomie für das tibetische Volk (PDF)