25.01. – 17.02.2012 Marktredwitz

Ausstellung "Menschen in Tibet - Menschen in Franken"

Sparkasse Hochfranken
Markt 25
95615 Marktredwitz

Filmvorführung "The Gate of Heavenly Peace"

4. Juni 2009 Gießen

Studenten, Arbeiter und Intellektuelle formten im Frühling 1989 in Peking die wahrscheinlich größte friedliche Protestbewegung aller Zeiten. Sie gipfelte in der Nacht zum 4. Juni 1989 im Tiananmen-Massaker, das bis zu 5000 Opfer forderte.

Am 04. Juni 2009 jährt sich dieses Massaker zum 20. Mal. Aus gegebenem Anlass planen Students for a Free Tibet und die Regionalgruppe Gießen der Tibet Initiative Deutschland e.V. eine Vorführung der Dokumentation „The Gate of Heavenly Peace“ im Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstr. 34) der Universität Gießen. Die Vorführung beginnt um 18 Uhr und ist kostenlos (Ende: ca. 21 Uhr). Der Film wird in englischer Sprache gezeigt!

"The Gate of Heavenly Peace" ist eine Dokumentation über die Protestbewegung 1989 in China. Sie zeigt das Drama, die Spannung, den Humor, die Absurdität, die Heldenhaftigkeit und die vielen Tragödien der sechs Wochen von April bis Juni 1989. Der Film enthüllt wie es dazu kam, dass Hardliner innerhalb der Regierung gemäßigte Demonstranten verdrängten, während die Aktionen radikaler Demonstranten die Autorität Gemäßigter in der Regierung untergruben. Gemäßigte Stimmen wurden Schritt für Schritt eingeschüchtert und dann von Extremismus auf beiden Seiten zum Schweigen gebracht.
 
Es ist eine ernüchternde Geschichte, die zwischen den Fronten im Kampf der Kommunisten und Anti-Kommunisten endlich Raum schafft für die vernünftigen und nachdenklichen Befürworter positiver Reformen in China. "The Gate of Heavenly Peace" enthüllt eine laufende Debatte Chinas, über die Wichtigkeit persönlicher Verantwortung und moralischer Integrität. Das Bedürfnis, wie Vaclav Havel es einmal gesagt hat, "in der Wahrheit zu leben".

Bis zum heutigen Tag hat sich die chinesische Regierung nicht mit dem Erbe von Tiananmen auseinandergesetzt. Noch immer befinden sich 30 Chinesen aufgrund ihrer Rolle in der Bewegung in Haft und betroffenen Familien ist es noch immer nicht gestattet öffentlich um ihre Angehörigen zu trauern. Trotz eines oberflächlichen Wechsels in der Pekinger Führungsriege hat sich doch grundlegend nichts am Politikstil der Regierung geändert. So war z.B. der jetzige Staatspräsident Hu Jintao 1988 Parteichef in Tibet und verantwortlich für die Verhängung des Kriegsrechts und die brutale Niederschlagung der Proteste in der besetzten Himalayaregion. Vor allem wegen seines harten Durchgreifens in Tibet avancierte Hu später zum neuen Zugpferd der Partei.

Wir möchten mit unserer Veranstaltung derer gedenken, die vor 20 Jahren ihr Leben für ihr Land gaben und deren Andenken bis heute mit Füßen getreten wird. Wir möchten aber auch daran erinnern, dass China noch immer von den gleichen Männern regiert wird, die 1989 die Demokratiebewegung und 1988 und 2008 die Proteste in Tibet mit eiserner Faust niederschlugen.

Veranstaltungsflyer (PDF)

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