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Der Dalai-Lama-Besuch 2008
Kein Frieden ohne Menschenrechte
Die Erkenntnis, dass Frieden ohne die Wahrung der Menschenrechte nicht möglich ist, ist kein selbstverständlicher Bestandteil der internationalen Politik und Zusammenarbeit zwischen den Staaten. Politiker aller Lager unterstützen Friedensbemühungen häufig nur aus strategischen Gründen, während Forderungen nach der Einhaltung der Menschenrechte eine untergeordnete Rolle auf der internationalen Agenda spielen.
Diese Gewichtung zeigt sich unter anderem darin, dass Staaten oft wegen ihrer Aufrüstung und aggressiven Außenpolitik international geächtet werden, nicht aber aufgrund von Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land.
Im UN-Menschenrechtsrat, der 2006 als permanente Institution eingerichtet wurde, sind zahlreiche Staaten vertreten, die sich schwerer Menschenrechtsverletzungen schuldig machen, darunter auch die Volksrepublik China. Politiker ignorieren immer wieder die Tatsache, dass dauerhafter Frieden ohne die Wahrung von Menschenrechten nicht möglich ist. Dies trifft in besonderem Maße auf die Situation in Tibet zu.
Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama ist die weltweit bekannteste und überzeugendste Persönlichkeit, die die Verbindung von Menschenrechten und wahrem Frieden vermittelt. Trotz jahrzehntelanger Unterdrückung verfolgen er und sein Volk beharrlich einen gewaltlosen Kurs zur Lösung der Tibet-Frage.
Die Tibet Initiative Deutschland hat den Dalai Lama deshalb eingeladen, auf einer Vortragsreise in Deutschland die Verbindung von Frieden und Menschenrechten einer breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen.



