Dringend Hilfe nötig!

China verhängt Todesstrafen gegen Tibeter

Die zum Tode verurteilte Penkyi (Quelle: TCHRD)

Am 8. April 2009 hat das Mittlere Volksgericht in Lhasa die zwei Tibeter Lobsang Gyaltsen und Loyak wegen Brandstiftung zum Tode verurteilt.  Sobald das Oberste Volksgericht Chinas die Todesurteile geprüft hat, können diese jederzeit gegen die beiden Verurteilten vollstreckt werden. Mehr Infos ...

Ebenfalls wegen Brandstiftung  zum Tode verurteilt, mit einem zweijährigen Aufschub des Vollzugs, wurden die zwei Tibeter Gangtsu, Tenzin Phuntsog und die Tibeterin Penkyi. Zwei weitere Angeklagte, Dawa Sangpo und Penkyi, wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, die Angeklagte Chime zu zehn Jahren Gefängnis. Mehr Infos ...

Die TID verurteilt die Anwendung der Todesstrafe durch China aufs Schärfste und fordert, dass die Todesurteile mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden.

Amnesty International zufolge ist in China ein eindeutiges Muster zwischen unfairen Gerichtsverfahren und der Verhängung der Todesstrafe festzustellen und es ist kaum anzunehmen, dass es sich bei diesen Urteilen anders verhält. Auch sind Folter und Einschüchterung im Rahmen von Prozessen in Tibet als „Beschaffungsmaßnahme“ für so genannte Beweise weit verbreitet.

Die Volksrepublik China hat Amnesty International zufolge allein Im Jahr 2008 mindestens 1718 Todesurteile vollstreckt und 7003 Menschen zum Tode verurteilt. China bleibt damit unangefochtener Spitzenreiter.

Bericht von Amnesty International (PDF)

Update: Erste Todesurteile vollstreckt

Am 20. Oktober 2009 wurden in Lhasa vier Tibeterinnen und Tibeter hingerichtet.

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