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FREE-ME! Wangdu
Der 41 Jahre alte Wangdu wurde am 14. März 2008 von Beamten des Büros für Öffentliche Sicherheit in seiner Wohnung in Lhasa verhaftet. Am 28. Oktober 2008 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.
Angeklagt wurde Wangdu unter anderem wegen der Weitergabe von Informationen zur Situation in Tibet, „Spionage“ und der Gefährdung der Staatssicherheit. Ihm wird vorgeworfen, CD-Roms und Handzettel verteilt zu haben, die zur Teilung des Landes sowie zur Weiterführung der tibetischen Proteste aufrufen. Angeblich soll ihm das Material von der „Sicherheitsabteilung“ der Tibetischen Regierung im Exil zur Verfügung gestellt worden sein.
Der ehemalige Mönch war bereits 1989 aus politischen Gründen festgenommen worden, weil er sich damals an einer der Demonstrationen in Lhasa beteiligt hatte. Er wurde zu drei Jahren Haft im Sangyip-Gefängnis verurteilt. Da er dort an einem Gefängnisprotest teilnahm, wurde seine Strafe nochmals um vier Jahre verlängert, und er wurde daraufhin ins Drapchi-Gefängnis verlegt. 1995 wurde er aus der Haft entlassen und arbeitete dann für das australische Burnet-Institut. Diese NGO leistet AIDS-Präventions- und Aufklärungsarbeit in Lhasa und Umgebung. Bis zu seiner erneuten Festnahme im März 2008 war Wangdu hier Projektmitarbeiter.
Der Fall Wangdu zeigt beispielhaft, mit welcher Härte die chinesische Führung gegen die tibetische Bevölkerung in Tibet vorgeht. Mindestens 600 Tibeterinnen und Tibeter sind allein seit März 2008 in Haft oder „verschwunden“. In Schnellverfahren wurden viele von ihnen für die Teilnahme an Protestdemonstrationen bereits zu hohen Haftstrafen bis hin zu lebenslänglich verurteilt.
Die Tibet Initiative Deutschland e.V. ist tief besorgt über das Schicksal Wangdus und fordert seine sofortige Freilassung.
Setzen Sie sich für Wangdu ein. Unterzeichnen Sie online unsere Petition an den Präsidenten der VR China Hu Jintao!
Oder laden Sie sich die Unterschriftenliste von Wangdu als pdf herunter, um auf Veranstaltungen Unterschriften für ihn zu sammeln.




