

Im Jahr 2003 wurde Tsering Woesers Buch Notes on Tibet von der chinesischen Regierung wegen „ernsthafter politischer Fehler“ verboten. Seitdem wurden ihre Internet-Blogs mehrfach gehackt, ihre Bücher verboten, sie selbst wiederholt unter Hausarrest gestellt.
Der Lungta Verlag, Verlag der Tibet Initiative Deutschland e.V., wurde 2009 gegründet, um der Zensur freier Meinungsäußerung in Tibet und China entgegenzuwirken. Mit seinem Erstlingswerk „Ihr habt die Gewehre, ich einen Stift – Eine Chronologie der Ereignisse 2008 in Tibet“ von Tsering Woeser veröffentlicht der Verlag eine Autorin, die trotz der chinesischen Unterdrückung ihre Stimme erhoben hat. Dem Buch zugrunde liegt Woesers Internet-Tagebuch, das während der Unruhen 2008 für viele Menschen in Tibet, China und in aller Welt eine der wichtigsten authentischen Quellen über die Unterdrückung Tibets war.
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Für das Verteilen von Flugblättern verhaftet wurde auch der 41-jährige Wangdu, Mitarbeiter einer NGO zur Prävention von AIDS. Im März 2008 von Beamten des Büros für Öffentliche Sicherheit in seiner Wohnung in Lhasa festgenommen, wurde er im Oktober 2008 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Angeklagt wurde Wangdu unter anderem wegen der Weitergabe von Informationen zur Situation in Tibet, „Spionage“ und der „Gefährdung der Staatssicherheit“. Die TID fordert von der chinesischen Regierung Wangdus sofortige Freilassung.
Ihr Einsatz für Wangdu! Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition an den Präsidenten der VR China Hu Jintao!

Weltweite Aufmerksamkeit erregte das Schicksal des tibetischen Filmemachers Dhondup Wangchen. Dieser wurde am 14. März 2008 mit Beginn der Unruhen in Tibet verhaftet. Grund war der von ihm heimlich gedrehte Dokumentarfilm „Leaving Fear Behind“, in dem sich Tibeter in Tibet offen über die alltägliche Unterdrückung und Diskriminierung unter chinesischer Herrschaft äußern. Über ein Jahr lang blieb sein Schicksal unbekannt. Laut neuesten Informationen wurde Dhondup Wangchen am 28. Dezember 2009 zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Im Rahmen ihrer Kampagne setzt sich die TID für die Freilassung von Dhondup Wangchen ein.
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Der tibetischer Buchdruckermeister Paljor Norbu wurde im Oktober 2008 von der chinesischen Volkspolizei in Lhasa verhaftet und zu 7 Jahren Haft verurteilt. Ihm wird vorgeworfen „verbotenes Material“ gedruckt zu haben, darunter die tibetische Flagge und Gebete für den Dalai Lama – beides ist in China verboten. Paljor Norbu kommt aus einer Familie mit einer langen Tradition im Drucken und Verlegen buddhistischer Texte für Klöster und ist in Lhasa als Buchdruckmeister hoch geachtet.
Es ist anzunehmen, dass er wegen „Anstiftung zum Separatismus“ angeklagt und verurteilt wurde. Das äußerst vage definierte Delikt der „Anstiftung zum Separatismus“ wurde bereits wiederholt bei Prozessen gegen Tibeter verwendet, die sich offen gegen die Einschränkungen ihres Rechts auf Meinungsfreiheit zur Wehr gesetzt hatten. Die TID setzt sich für die sofortige Freilassung von Paljor Norbu ein.
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Für ihren friedlichen Protest und das Verteilen von Flugblättern wurde am 28. Mai 2008 die 26-jährige junge Nonne Sangye Lhamo des Klosters Draka im Bezirk Kardze, Provinz Sichuan, verhaftet. Sie hatte sich einer Protestdemonstration angeschlossen, öffentlich die Rückkehr des Dalai Lama sowie die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert und Flyer mit der Forderung nach Tibets Unabhängigkeit verteilt. Sie wurde nach kurzer Zeit von der Polizei aufgegriffen und verhaftet.
Die seit dem Beginn der Unruhen insbesondere in Klöstern radikal verstärkte Durchführung der „patriotischen Erziehungskampagne“ führte zu großen Frustrationen unter Mönchen und Nonnen, die diese trotz größtem Risiko immer häufiger öffentlich zum Ausdruck brachten und dafür hart bestraft wurden. Im Rahmen dieser Kampagne wurden Nonnen und Mönche unter anderem dazu gezwungen, ihren religiösen Führer den Dalai Lama zu diffamieren.
Sangye Lhamo ist nur eine von unzähligen Mönchen und Nonnen, die aufgrund ihrer freien Meinungsäußerungen verhaftet wurden und seither verschwunden sind. Die TID fordert die sofortige Freilassung von Sangye Lhamo.
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