Warum geht Tibets Umwelt auch uns was an?

Während seiner seit 1950 andauernden Herrschaft über Tibet hat China im Namen des wirtschaftlichen Fortschritts das Land und seine natürlichen Ressourcen rücksichtslos ausgebeutet und der Umwelt in Tibet enormen Schaden zugefügt. In der Folge wurden und werden die Menschenrechte des tibetischen Volkes, darunter ganz allgemein das Recht auf Leben sowie sein Recht auf Selbstbestimmung, auf das Gröbste verletzt. Diese schwerwiegenden Menschenrechtverletzungen fordern unsere Aufmerksamkeit und unseren Einsatz für das tibetische Volk.

Schwere Verletzung der Menschenrechte

Angesichts von Wasser- und Luftverschmutzung, von zerstörten Wäldern, Flüssen und Seen, vergifteten Böden, die zu Krankheiten und Dürren, die zu Hungersnöten führen ist das Leben der Menschen in Gefahr. Auch wenn es bisher kein festgeschriebenes Menschenrecht auf eine saubere Umwelt gibt, so verletzt Chinas ausbeuterische Handlungsweise in Tibet in jedem Fall das Menschenrecht auf Leben.  

Chinas Umweltpolitik in Tibet ist zudem ein schwerer Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes. Das tibetische Volk hat kaum Einfluss auf Chinas ausbeuterische Umweltnutzung. Über seinen natürlichen Reichtümer und Mittel kann es, wie  Art. 1 Abs. 2 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte eigentlich fordert, nicht mehr selbst verfügen. Die Sesshaftmachung der Nomaden zeigt, wie ein Volk seiner Existenzmittel beraubt und zu einer Aufgabe seiner Identität und Lebensweise gezwungen wird.

Globale Bedeutung

Weiter hat die Umweltsituation Tibets eine Schlüsselfunktion für den Frieden im asiatischen Raum und mittelfristig auch für die gesamte Weltbevölkerung. Heute heißt es: „Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt“. Wasser ist ein kostbares und umstrittenes Gut – das Erdöl des 21. Jahrhunderts.  Die anhaltende Zerstörung und Ausbeutung von Tibets Flüssen wird weitgreifende direkte Folgen für 1/3 der Weltbevölkerung haben. In vielen dieser Gebiete besteht bereits jetzt Trinkwasserknappheit. Eine stabile Situation in Asien auch im Sinne intakter ökologischer Verhältnisse ist für den globalen Frieden unabdingbar.

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