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Postkartenaktion an Bundesaußenminister Guido Westerwelle
Zwangsansiedlung der Nomaden stoppen!
Bestellen Sie die Aktionspostkarten an Bundesaußenminister Guido Westerwelle – für sich, ihre Familie und Freunde. Schließen Sie sich unseren Forderungen an:
für die Rückkehr der vertriebenen Nomaden und den sofortigen Stopp der Zwangsansiedlung.
für eine nachhaltige Umweltpolitik, damit die Umweltzerstörung durch unverantwortliche Bergbau- und Dammbauprojekte aufhört.
dafür, dass die Tibeter über Tibets natürliche Ressourcen selbst entscheiden und ihre Traditionen und Kultur leben dürfen.
Die Situation der tibetischen Nomaden
Seit tausenden Jahren bevölkern tibetische Nomaden mit ihren Yak-, Schaf-, oder Ziegenherden das tibetische Hochland. Sie machen etwa die Hälfte der tibetischen Bevölkerung in Tibet aus. Die Nomaden halten ihr Vieh entsprechend der sogenannten Wanderweidewirtschaft das Jahr über auf Saisonweiden. Jahrhunderte lang haben die Nomaden auf diese Weise das fragile Weideland gekonnt genutzt.
Vertreibung der Nomaden
Seit 1996 hat die chinesische Regierung hunderttausende Nomaden dazu gezwungen, ihre traditionelle Lebensweise aufzugeben und sich niederzulassen. Viele von ihnen mussten ihre Herden verkaufen und in die Städte ziehen. Andere wurden in öden, oftmals eingezäunten Betonstätten zwangsangesiedelt.
Die chinesische Regierung liefert offiziell vor allem zwei Begründungen für ihre Politik der Sesshaftmachung: Zum einen gibt sie vor, damit das durch Überweidung gefährdete Quellgebiet wichtiger Flüsse zu schützen. Zum anderen möchte China in Tibet die Entwicklung vorantreiben und allen Einwohnern Zugang etwa zu Schulbildung, einem funktionierenden Gesundheitssystem sowie dem Postwesen bieten.
Verlust von traditioneller Lebensweise und Identität
Im Grunde genommen zielt die Strategie der Sesshaftmachung aber auf zwei andere Punkte ab: Zum einen soll damit die Legitimität des Staates gefestigt werden. Tibetische Nomaden fielen aufgrund ihrer Lebensweise oftmals durch das Netz der staatlichen Kontrolle und entzogen sich der postulierten „Weiterentwicklung“. Ihre Ansiedlung sollte hier Abhilfe schaffen. Zum anderen musste China die Nomaden von ihrem Land vertreiben, um sich weiter Tibets Rohstoffvorkommen und Wasserressourcen aneignen zu können. Bis 2011 wurden allein in der Autonomen Region Tibet 1,4 Millionen Tibeter umgesiedelt.
Als Folge der Sesshaftmachung fallen viele Nomaden durch den Verlust ihrer erlernten Tätigkeit in die Erwerbslosigkeit. Oft fehlen ihnen die Ausbildung und die Qualifikation, um auf dem Arbeitsmarkt einer zunehmend in Städten florierenden Wirtschaft zu bestehen. Die Gefahr der Verelendung treibt viele ungewollt in die staatliche Abhängigkeit. Die wachsende Armut schafft soziale Probleme wie Alkoholismus, Prostitution oder Kriminalität.
Unabsehbare Folgen für die Umwelt
Da sich das bestehende ökologische System zusammen mit der Beweidung entwickelt hat, wird das Entfernen der Herden und das Ende der Beweidung für Tibets Umwelt und Klima unvermeidlich Folgen haben. Das Ausmaß ist noch nicht abzusehen.
Filme und Videos
Video von der TID-Umwelttagung mit deutschen Untertiteln enthält ein Experten-Interview über Nomaden
„Nomadenkind“ (Spielfilm, fr. Enfant de yak) preisgekrönter Film von Christophe Boula mit deutschen Untertiteln, im Aktionsreferat der TID auch als Filmkit erhältlich: aktion@tibet-initiative.de
Trailer "Nomadenkind"
“From Nomad to Noboby“ (Dokumentation) von Michael Buckley, im Aktionsreferat der TID jetzt auch als Filmkit erhältlich: aktion@tibet-initiative.de
Trailer "From Nomad to Nobody"
Was Sie tun können
- Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über die Zwangsansiedlung der Nomaden und verbreiten Sie die Videos - Fact Sheet zum Download
- Werden Sie Mitglied bei der Tibet Initiative Deutschland e.V..
- Oder spenden Sie für unsere politische Arbeit. Ganz gleich, ob Sie 25, 40, 50 Euro – einen größeren oder kleineren Beitrag – spenden können: Jeder Euro ist wichtig und unterstützt unseren Einsatz für ein selbstbestimmtes Tibet.






