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Zwangsansiedlung der Nomaden stoppen!
Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,
ich bin in großer Sorge um das Schicksal der tibetischen Nomaden. Seit Tausenden von Jahren ziehen sie über das tibetische Hochplateau und leben im Einklang mit der Natur und ihren Tieren. Sie halten ihre Herden entsprechend der sogenannten Wanderweidewirtschaft und nutzen auf diese Weise nachhaltig das fragile Hochland.
Die chinesische Regierung will diese jahrtausendealte Kultur systematisch zerstören. Bis spätestens 2015 sollen alle Nomaden unter dem Vorwand des Umweltschutzes zwangsangesiedelt werden. Man verlangt von ihnen die Schlachtung ihrer Herden und zwingt sie in barackenähnlichen Betonbauten sesshaft zu werden. Die Folgen sind Arbeitslosigkeit und Armut sowie die fortschreitende Zerstörung eines einzigartigen Ökosystems.
Bitte setzen Sie sich ein:
• für die Rückkehr der vertriebenen Nomaden und den sofortigen Stopp der Zwangsansiedlung.
• für eine nachhaltige Umweltpolitik, damit die Umweltzerstörung durch unverantwortliche Bergbau- und Dammbauprojekte aufhört.
• dafür, dass die Tibeter über Tibets natürliche Ressourcen selbst entscheiden und ihre Traditionen und Kultur leben dürfen.
Weisen Sie die chinesische Regierung auf das Beispiel der Mongolei hin, wo gemeindebasierte Projekte die Existenzgrundlage der Nomaden sichern und Wanderschulen die Ausbildung ihrer Kinder garantieren.
Mit freundlichen Grüßen
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